7 Österreich

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Der Führer umfasst 33 Touren in Österreich vom Allgäu bis in das Salzburger Land. Die Start- und Landesituation ist in Österreich anders geregelt als in Deutschland. Wo das Starten nicht explizit verboten ist, wird es normalerweise geduldet. Leider ist die Situation aber sehr abhängig vom Grundstückseigentümer. Nicht überall stehen Verbotsschilder. So zum Beispiel auf dem Brennkopf, einem eigentlich wunderbaren Hike & Fly Berg, wo es verboten oder unerwünscht ist. An vielen Plätzen wissen das nur die einheimischen Piloten. Es kann recht schnell passieren, dass man sich als Auswärtiger aus Unwissenheit über lokale Gegebenheiten hinwegsetzt – und die einheimischen Flieger haben den Ärger..

Tourenübersicht Österreich

Tabelle 7.1: Österreich
X Tourenname Schw HG HS HU Zeit SR Charakter
1 Hermann-von-Barth-Hütte T2L2 2129 2129 1090 3,5 SO S SW Start beinahe von der Hüttenterrasse.
2 Leilachspitze T3L3 2274 1974 825 2,5 SO S SW Oststart hoch über dem Lechtal.
3 Gaichtspitze T2L2 1986 1986 912 2,5 S Mit Glück Flug an der Tannheimer Südseite.
4 Krinnenspitze T2L2 2000 2000 864 2 SO S SW Hike & Fly mit der Familie.
5 Brentenjoch T2L2 2000 1910 750 2,5 SO S SW Im Herbst entlang der der Kletterberge des Tannheimer Tals.
6 Bleispitze T2L2 2225 2225 975 3 NW SW W Vor der mächtigen Gartnerwand.
7 Schwarzhanskarspitze T2L1 2227 2200 1290 3,5 NW SW W Traumhafter Startplatz mit toller Aussicht.
8 Thaneller T3L3 2341 2341 1031 3 S SW W Exponierter Bergklotz.
9 Roter Stein T2L3 2366 2366 1116 3,5 SW W Anspruchsvoller Gipfelstart mit anspruchsvoller Landung.
10 Namloser Wetterspitze T2L3 2553 2500 1320 3,5 SW Landung im Almdorf Fallerschein.
11 Hirschleskopf T3L2 2052 2052 732 3 O NO N SO S SW Vielseitiger, einsamer Flugberg mit Infinity Pool
12 Muttekopf Holzgauer T2L2 2431 2431 1322 3,5 O NO SO S SW Der perfekte Hike & Fly Berg im Lechtal.
13 Augsburger Hütte T2L2 2298 2310 1290 3,5 SO S SW Aussichtskanzel hoch über dem Inntal.
14 Lichtspitze T3L2 2356 2281 1273 3,5 S Wenig frequentierte Tour mit großartiger Aussicht.
15 Klimmspitze T2L2 2464 2150 1180 4 SO S SW Lange Tour auf den Eckpfeiler der Hornbachgruppe.
16 Kohlbergspitze T2L1 2202 2202 1123 3 SO S Thermikgarantie im Herbst.
17 Hintere Steinkarspitze T2L2 2215 2215 865 3 SO S Ein klassischer Skitourengipfel im Sommer
18 Upsspitze T3L3 2332 2332 1332 3,5 SO S SW Thermik, wenn es eigentlich schon vorbei ist.
19 Gehrenspitze T3L2 2367 2367 1147 3 SO S SW W Abreiten der Wetterstein Südseite im Herbst.
20 Schneefernerkopf T4L3 2875 2870 1762 6 SW Panoramaflug an der Südseite des Wettersteins.
21 Hohe Munde T3L3 2662 2590 1390 3 O NO SO S SW Hoch über dem Inntal mit Blick auf das Wettersteingebirge.
22 Christlumkopf T2L1 1758 1758 816 2,5 O NO SO Sonniger Aufstieg mit Seeblick.
23 Rotwandlspitze T2L2 2191 2191 1251 3,5 NW SO Auf der Rampe ins Inntal.
24 Vorderunnütz T2L1 2078 2065 1125 2,5 NW SW W Traumpanorama über dem Achensee.
25 Vorderes Sonnwendjoch T2L2 2224 2224 1249 3,5 S SW W Gewaltiger Höhenunterschied mit Traumaussicht.
26 Hinteres Sonnwendjoch T2L1 1986 1910 567 1,5 SO S Gemütliches Soaring mit der Familie.
27 Taubenseehütte T2L1 1165 1200 380 1 SO S Startplatz mit Badeoption im Sommer.
28 Hochkönig T3L3 2941 2941 1439 6 O SO S SW W Start an der Hütte mit Flug über einen grandiosen Kletterberg.
29 Steinbergstein T2L1 2215 2215 1165 3 NO N SW Kitzbüheler Grasberg mit Wirtshaus im Tal.
30 Lodron T2L1 1925 1925 1053 3 O NO NW W Klassischer Kitzbühler Skitourenberg.
31 Ruderhofspitze T4L4WS 3474 3440 1690 5 SO S SW Gewaltiger Aufstieg und unvergessliche Thermikhöhe.
32 Wildspitze T4L4WS 3768 3765 2035 5,5 N NW W Highlight für den ambitionierten Para-Alpinisten.
33 Staller Sattel T2L2 2500 2500 480 1,5 SO S SW Über der Passstraße auf 300 Km Kurs zum Großglockner.

7.1 Hermann-von-Barth-Hütte (2129 m)

Diese landschaftlich wunderschöne und aussichtsreiche Wanderung zur urigen Hermann-von-Barth-Hütte (HvB-Hütte) auf 2129 m beginnt in Elbigenalp im Tiroler Lechtal. Elbigenalp ist der Heimatort von Anna Stainer-Knittel, deren Leben im Roman “Geierwally” beschrieben wurde und die auch Hauptfigur der Oper “La Wally” von Alfredo Catalani ist. Die Tour selbst verlangt eine gute Kondition ist aber weitgehend unproblematisch. Die Berge hinter der Hütte laden zu vielen mittelschweren und schwierigen Klettertouren ein.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 SO S SW 1039 1090 3,5 Parkplatz Elbigenalp

7.1.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Allgäuer Alpen, Elbigenalp
Ausgangspunkt Parkplatz Elbigenalp (1039 m): 47°17’18.9”N, 10°25’52.5”E
Startplatz Steindurchsetzte Wiese unterhalb der Hermann-von-Barth-Hütte (2129 m): 47°18’33.8”N, 10°23’55.2”E
Landeplatz Wiese im Tal bei Elbigenalp (1039 m): 47°17’13.5”N, 10°26’13.9”E
3D-Visualisierung Hermann-von-Barth-Hütte

Österreich, Hermann-von-Barth-Hütte, © OpenTopoMap

Österreich, Hermann-von-Barth-Hütte, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München-Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch. Hier auf der B 23 Richtung Reutte. Von Reutte über die B 198 Richtung Lechtal und über Elmen nach Elbigenalp. Im Ort vor der Brücke, die über den Bernhardsbach führt, rechter Hand am beschilderten Parkplatz (Geierwallyparkplatz) parken.

Reutte erreicht man alternativ von Füssen. Aus dem Innsbrucker Land fährt man von Imst über das Hahntennjoch und Elmen nach Elbigenalp.

Aufstieg Vom Parkplatz folgt man der Beschilderung “Von-Barth-Hütte” und steigt bis kurz vor der Jausenstation Kasermandl auf einer Fahrstraße an. Davor kann man den Fahrweg verlassen und einen schönen Fußweg benutzen, der ohne Orientierungsschwierigkeiten im Wald weiter aufwärts führt. Einmal wird ein Querweg gekreuzt, dann führt der Weg in den Kessel des Balschtebaches der überquert wird. Auf der anderen Seite gewinnt der Steig weiter an Höhe, umgeht einen Felsriegen und führt unterhalb der Materialseilbahn zunächst noch in Latschengelände, dann zunehmend freier zur schön gelegenen Hütte hinauf.

7.1.2 Für den Flieger

Startplatz Nach Süden ausgerichteten Wiesenflecken unterhalb der Hütte. Mit Steinen durchsetzter, mittelsteiler Startplatz, der einen Startabbruch zulässt. Um die Hütte lassen sich weitere Startmöglichkeiten finden.

Streckenflug und Soaring Streckenflug im Lechtal sehr gut möglich. Häufig wird vom Hahnenkamm gestartet und das Lechtal auf der westlichen Seite hochgeflogen und auf der östlichen Talseite zurückgeflogen.

Landeplatz Kein offizieller Landeplatz. Genügend Wiesen im Lechtal bei Elbigenalp. Die OnAir Flugschule hat in Elbigenalp einen Übungshang.

Risiken Nordwindanfälliger Startplatz. Bei hochreichendem Talwind leeig beim Rausfliegen. Kräftiger Talwind im Lechtal selbst im Herbst.

Beste Zeit Im Herbst noch thermisch. Aber auch im Frühjahr sehr schön, wenn die Hütte noch geschlossen ist und der Weg weitgehend schneefrei ist.

7.1.3 Karten

  • Kompass Karte 24, Lechtaler Alpen, Hornbachkette, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarten Nr. 2/1 und 2/2, Allgäuer Alpen Ost und West, 1:25 000.

7.1.4 Hilfreiches und Familie

Etwas weiterer Weg, der sich aber mit dem Taxi verkürzen läßt. Weitläufiges Gelände um die Hütte. Stützpunkt für Alpine Kletterkurse. Klettern an der Wolfebnerspitze.

Bei einer Radtour entlang dem Lechradweg kommt die ganze Familie auf ihre Kosten. Beginnend in Steeg geht es am Lech entlang stetig leicht bergab bis nach Reutte oder Füssen. Nicht zuletzt deswegen gilt der Lechradweg als familienfreundlich und auf 52 Kilometern gibt es zudem einiges zu entdecken.

7.1.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.2 Leilachspitze (2274 m)

Normalerweise würde man meinen, dass es in einem so überlaufenen Gebiet wie den Vilsalpseebergen und dem Tannheimer Tal kaum noch einsame Flecken zu erkunden gibt. Doch wenn man genauer hinsieht und etwas abseits der Wege unterwegs ist, dann entdeckt man noch so einige Schmankerl. Schaut man sich also das Gebiet um die Leilachspitze einmal gründlich an, so fällt einem auf, dass es hier noch einiges zu erkunden gibt. Der wohl eindrucksvollste und zugleich höchste Gipfel dieser Gruppe ist die 2274 Meter hohe Leilachspitze, welche abweisend und etwas abgedrängt im Südosten der Gruppe zwischen dem Birkental und dem Schwarzwassertal thront. Ein landschaftliche sehr schöner, einsamer Aufstieg, kein Start am Gipfel, keine Hütte weit und breit. Ein Ziel für Genießer unter den Para-Alpinisten.

Schw SR AH HU Zeit AP
T3L3 SO S SW 1149 825 2,5 Nesselwängle-Rauth

7.2.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Tannheimer Berge, Reutte
Ausgangspunkt Parkplatz am Ortsende von Weissenbach (900 m): 47°26’12.3”N, 10°37’00.6”E
Gipfel Kein Start am Gipfel Leilachspitze (2274 m): 47°26’19.1”N, 10°32’46.0”E
Startplatz Mittelsteile Wiese auf dem Weg zur Leilachspitze (1974 m): 47°26’10.5”N, 10°33’28.3”E
Landeplatz Offiziell beim Hahnenkamm (926 m): 47°28’31.3”N, 10°40’45.9”E
Landeplatz Auf Wiese im Tal beim Gaichtpass (1070 m): 47°27’57.4”N, 10°37’05.6”E
3D-Visualisierung Leilachspitze

Österreich, Leilachspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Leilachspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München-Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch. Hier auf der B 23 Richtung Reutte. Von Reutte über die B 198 Richtung Lechtal bis Weißenbach. Parkmöglichkeit am Ortsende von Weissenbach, 900 m.

Aufstieg Der Aufstieg von Weißenbach im Lechtal bietet sich an, wenn man auch das Lechtal abfliegen möchte. Der Aufstieg ist landschaftlich grandios, jedoch anstrengend und weit.

Das Auto an einem kleinen Parkplatz auf der rechten Seite am Ortsende von Weißenbach parken. Zu Fuß dann weiter über den Fahrweg bis zu einem Wegweiser, der ins Fahlenbachtal deutet. Wenige Meter nach dem Wegweiser ist schon ein weiterer Wegweiser an einem Baum angebracht. Die Aufschrift “Leilachspitze” ist erkennbar. Durch den dichten Wald geht es in angenehmer Steigung bergauf.

Immer querend bis in den Sattel der zum Notländerkar führt. Der Weg zum Gipfel führt absteigend durch das Notländerkar und weiter auf dem Normalweg zum Gipfel. Mindestens eine weitere Stunde und kein Startplatz am Gipfel. Spezialisten können am Gipfel bei besten Bedingungen starten, was jedoch sehr risikoreich ist.

Besser einen Startplatz in der Nähe des Notländersattels suchen. Hierzu weiter aufsteigen bis auf eine Höhe von ca. 2000 Meter und einen passenden Startplatz suchen.

7.2.2 Für den Flieger

Startplatz Wiesen in Startrichtung O, SO, S auf dem Weg zum Notländersattel. Weitere und bessere Startplätze, wenn man noch 200 Hm in Richtung Westlicher Luchskopf/Krottenkopf aufsteigt.

Streckenflug und Soaring Streckenflug sehr gut möglich mit frühem Startzeitpunkt. Streckenflug ins Lechtal und im Tannheimer Tal.

Landeplatz Entweder auf den Wiesen um Weißenbach im Lechtal oder im Tannheimer Tal in der Nähe des Gaichtpass. Offizieller Landeplatz am Hahnenkamm.

Risiken Das Talwindsystem im Lechtal ist selbst im Herbst noch kräftig. Nach Weissenbach Düseneffekt, der den Talwind verstärkt.

Beste Zeit Durch die Ostlage bereits sehr früh schneefrei. Ganzjährig bis auf den Winter (Lawinengefahr). Am schönsten sicherlich im Herbst, wenn dieser die Farben der Bäume in herrliches Licht taucht.

7.2.3 Karten

  • Kompass Karte 04, Tannheimer Tal, 1:35 000.
  • Alpenvereinskarte BY5 Tannheimer Berge Wanderkarte 1:25 000.

7.2.4 Hilfreiches und Familie

In der Naturparkgemeinde Weißenbach am Lech kann man sich so richtig erholen. Das Aktivangebot reicht von gemütlichen Wegen im Talkessel oder entlang des Lech, einer schützenswerten Landschaft und Teil des Naturparks Tiroler Lech, bis zu Bergtouren auf die umliegenden Gipfel. Auch Reiten, Angeln und Schwimmen im Erlebnis-Freibad Weißenbach sind im Sommer angesagt. Im Dorf gibt es eine Kneippanlage: Nach dem Informationsbüro über die Brücke und dann rechts am Waldlehrpfad entlang bis vor die Doblerbrücke.

7.2.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.3 Gaichtspitze (1986 m)

Eine der schönsten Aussichten im ganzen Tannheimer Tal kann man vom Gipfel der Gaichtspitze genießen. Hat man die Baumgrenze überwunden, sieht man bereits das wunderschöne Startgelände. Die letzte halbe Stunde bis zum Gipfel steigt man über eine frei angeströmte Wiese auf. Direkt unterhalb des Gipfels lässt sich auf einer leicht steinigen Wiese bequem starten. In schneearmen Wintern eine sehr gute Alternative zu einer Skitour.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 S 1074 912 2,5 Parkplatz Gaicht an der Bundesstraße

7.3.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Tannheimer Berge, Gaicht
Ausgangspunkt Parkplatz in Gaicht (1074 m): 47°27’55.2”N, 10°37’06.9”E
Gipfel Gaichtspitze (1986 m): 47°27’57.2”N, 10°38’22.1”E
Startplatz Flache Wiese unterhalb des Gipfels (1980 m): 47°27’57.2”N, 10°38’22.1”E
Landeplatz Offiziell am Hahnenkamm (926 m): 47°28’31.3”N, 10°40’45.9”E
Landeplatz Wiese am Gaichtpass (1070 m): 47°27’57.4”N, 10°37’05.6”E
3D-Visualisierung Gaichtspitze

Österreich, Gaichtspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Gaichtspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München - Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch. Hier auf der B 23 Richtung Reutte. Von Reutte über die B 198 Richtung Lechtal bis Weißenbach, über den Gaichtpass entlang der B 199 bis nach Gaicht.

Auf der Autobahn A 7 bei der Ausfahrt “Oy-Mittelberg” auf der B 310 Richtung Wertach und nach Oberjoch. Dort der Ausschilderung “Tannheimer Tal” B 199 folgen, bis nach Gaicht.

Aufstieg Parkmöglichkeit in Gaicht oder am Kiosk bei der Kehre am Gaichtpass. Am Ortsausgang des kleinen Weilers wandert man auf dem Weg 47a über einen Feldweg und dann den kleinen, steilen Pfad über Wiesen bergauf. Der Hang wird etwas steiler und der Blick wird auf ca. 1700 m frei. Über der steilen Matte wird das Gipfelkreuz schon sichtbar. Bis zum Gipfel sind es weitere 280 Hm.

Eine alternative Möglichkeit ist, mit der Bahn auf den Hahnenkamm zu fahren und von dort auf die Gaichtspitze zu wandern. Damit kann man die knapp 300 Hm in einer 1 h bewältigen. Allerdings muss man dazu eine kleine Kletterstelle an einer mit einem Seil versicherten Rinne überwinden. Bei trockenen Verhältnissen problemlos machbar.

7.3.2 Für den Flieger

Startplatz Die Gaichtspitze ist ein Berg mit südlicher Ausrichtung. Der Startplatz ist riesig, hindernisfrei und relativ steil. Er befindet sich ein paar Höhenmeter unterhalb des Gipfels in der Nähe der Abzweigung zum Hahnenkamm.

Streckenflug und Soaring Auch im Herbst lassen sich noch kleine Strecken fliegen. Im Herbst fliegt man einfach immer nur an den Südseiten. Eine Möglichkeit ist direkt nach Norden, den ganzen Grat des Hahnenkamms zu überfliegen und an das Ende zur Südseite der eher unscheinbaren Schneid zu queren. Dazu sollte man aber mindestens 300 - 400 m aufgedreht haben. Dort ist dann ein recht zuverlässiger Bart der vom Tannheimer Tal heraufzieht. Dann kann es weiter gehen über Köllenspitze, Gimpel und Rote Flüh. Besonders schön ist das auch deswegen, da diese Berge im Frühjahr und Sommer wegen des Bayerischen Nordwindes kaum mal gehen und deswegen ein seltenes Erlebnis sind.

An guten Tagen kann man dann direkt nach dem Start aufdrehen, je nach Wind auch ein paar Meter weiter draußen. Ist nur schwache Thermik zu erwarten, fliegt man nach Osten den Grat entlang und versucht an den Felsabstürzen Richtung Lechtal sich zu halten oder aufzudrehen.

Landeplatz Offizieller Landeplatz im Lechtal bei der Hahnenkamm Bahn oder aber im Tannheimer Tal auf gemähten Wiesen. Den Talwind genau prüfen, da sowohl der Wind aus dem Tannheimer Tal als auch der Wind aus dem Lechtal am Gaichtpass zusammentreffen.

Risiken In den thermikstärkeren Jahreszeiten bestimmen Turbulenzen durch den Talwind aus dem Tannheimer Tal und der bayerischen Nordwind das Geschehen.

Beste Zeit Im Herbst, entweder windschwach oder leicht föhnig. Damit wird ein Flug entlang der Südseite der Tannheimer Berge möglich.

7.3.3 Karten

  • Kompass Karte 04, Tannheimer Tal, 1:35 000.
  • Alpenvereinskarte BY5 Tannheimer Berge Wanderkarte 1:25 000.

7.3.4 Hilfreiches und Familie

Der ideale Ort für eine Erfrischung ist das Freibad Wasserwelt am Haldensee. Kleine und große Wasserratten, die es lieber ganz natürlich mögen, unternehmen einen Badeausflug an den idyllischen Vilsalpsee.

7.3.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.4 Krinnenspitze (2000 m)

Das Gebiet rund um die Krinnenspitze verbirgt eine herrliche Natur. Besonders Almrosen blühen hier fast an jeder Stelle. Vom Gipfel der Krinnenspitze hat man einen herrlichen Überblick über das ganze Tannheimer Tal. Neben dem Sport gehört eine Einkehr selbstverständlich auch dazu. Auf dem Weg liegen drei Hütten, die auch sehr gut für die Familie erreichbar sind. Der nach Süden ausgerichtete, riesige Startplatz lässt keine Wünsche offen.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 SO S SW 1136 864 2 Parkplatz Krinnenlifte

7.4.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Tannheimer Berge, Nesselwängle
Ausgangspunkt Parkplatz Krinnenlifte in Nesselwängle (1136 m): 47°29’07.9”N, 10°36’05.4”E
Gipfel Start am Gipfel der Krinnenspitze (2000 m): 47°28’26.2”N, 10°35’02.1”E
Landeplatz Wiese im Tal bei Nesselwängle (1136 m): 47°29’11.0”N, 10°36’07.2”E
3D-Visualisierung Krinnenspitze

Österreich, Krinnenspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Krinnenspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München - Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch. Hier auf der B 23 Richtung Reutte. Von Reutte über die B 198 Richtung Lechtal bis Weißenbach. Über den Gaichtpass entlang der B 199 nach Nesselwängle bis ein Wegweiser zum Parkplatz an den Krinnenliften leitet.

Auf der Autobahn A 7 bei der Ausfahrt “Oy-Mittelberg” auf der B 310 Richtung Wertach und nach Oberjoch. Dort der Ausschilderung “Tannheimer Tal” B 199 folgen in Richtung Nesselwängle, bis rechts der Parkplatz der Krinnenlifte angeschrieben ist.

Aufstieg Von Nesselwängle ausgehend entweder die ersten 400 Hm mit dem Sessellift oder zu Fuß der Beschilderung Richtung Krinnenalpe folgen. Fünf Minuten nach der Krinnenalpe Aufstieg über den Alpenrosenweg zur Nesselwängler Edenalpe und weiter zum Gipfel. Vom Alpenrosenweg führt auch ein direkter Weg, der Alpenrosensteig, zum Gipfel.

Alternativ auch der Aufstieg von Rauth, der südseitig ausgerichtet ist. Vom Parkplatz in Rauth immer der Beschilderung folgen.

7.4.2 Für den Flieger

Startplatz Der Startplatz ist eine große, flache Wiese mit idealer Neigung. Startrichtung ist von SO - SW. Bei Westwind kommt man weiter unten auch noch raus, aber das ist heikel durch den vorgelagerten Grat. Die Windsituation kritisch prüfen.

Streckenflug und Soaring Über der Krinnenspitze hat man bereits einen weiten Blick in das Lechtal, in das man von hier aus Richtung Süden abzweigen kann. Sollte sich die Krinnenspitze nicht ergiebig zeigen, bitte nicht ins Lee der Südseite einfliegen. Der “Notbart” steht an der Nordwestecke des Gipfelbereiches, direkt an der dortigen Materialseilbahn.

Landeplatz Landemöglichkeit an der Sesselbahn auf dem dortigen Fußballplatz. Auch viele große Wiesen westlich von Nesselwängle.

Risiken Der Talwind kommt üblicherweise von Westen und kann recht kräftig werden.

Beste Zeit Sobald der Schnee einen problemlosen Zustieg ermöglicht. Auch in schneearmen Wintern.

7.4.3 Karten

  • Kompass Karte 04, Tannheimer Tal, 1:35 000.
  • Alpenvereinskarte BY5 Tannheimer Berge Wanderkarte 1:25 000.

7.4.4 Hilfreiches und Familie

Wanderung mit der Familie, die sich auch noch durch eine Liftfahrt verkürzen lässt.

7.4.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.5 Bleispitze (auch Pleis Spitze 2225 m)

Die reizvolle Wanderung in den Lechtaler Alpen gehört zur Kategorie Augenschmaus. Vom etwas versteckt gelegenen Talort Bichlbächle aus, wandert man durch eine abwechslungsreiche Landschaft auf den leicht zu erreichenden Aussichtsgipfel Bleispitze. Wie es sich für einen Grasberg gehört gibt es hindernisfreie Startplätze in fast alle Himmelsrichtungen außer Osten. Als Bonus verwöhnt einen der Gipfel mit einem tollen Ausblick auf Zugspitze, Mieminger Kette, Lechtaler, Tannheimer und Ammergauer Berge. Der verwöhnte Streckenflieger wird durch die nordseitige Ausrichtung eher sein Ziel auf der gegenüberliegenden Talseite finden.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 NW SW W 1250 975 3 Parkplatz Bichlbächle

7.5.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Lechtaler Alpen, Bichlbächle
Ausgangspunkt Parkplatz Bichlbächle (1079 m): 47°23’55.6”N, 10°47’15.3”E
Gipfel Bleispitze (2225 m): 47°23’53.5”N, 10°49’05.4”E
Startplatz Mittelsteile Wiese unweit des Gipfels (2225 m): 47°23’53.5”N, 10°49’05.4”E
Landeplatz Grubigstein (1108 m): 47°24’01.6”N, 10°52’50.7”E
3D-Visualisierung Bleispitze

Österreich, Bleispitze, © OpenTopoMap

Österreich, Bleispitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise A 95 München - Garmisch. Von Garmisch-Partenkirchen Richtung Fernpass, am ehemaligen Grenzübergang Griesen vorbei nach Ehrwald. Beim Eisenbahnviadukt rechts bis nach Bichlbach. Richtung Fernpass, Ehrwald. Kurz vor Ehrwald rechts abbiegen und über Lermoos Richtung Reutte bis Bichlbach. In Bichlbach Richtung Berwang. Nach ca. 2 km links abbiegen nach Bichlbächle. Auf schmaler Fahrstraße bis zum Parkplatz unterhalb von Bichlbächle bei einer Brücke.

Aufstieg Vom Parkplatz zum kleinen Ort Bichlbächle aufsteigen. Dort erreicht man das Gasthaus Bergmandl mit einem Wegweiser. Jetzt nach rechts über einen leicht ansteigenden Wiesenweg am Kaltbrunn-Bach entlang. Über ein Holzbrett auf die andere Bachseite. Dort gelangt man in lichten Wald und steigt auf einem etwas steileren Weg auf. Es zeigen sich die ersten der frei gelegenen Bichlbächler Almhütten (1601 m). An einem markanten Brunnen erkennt man das Schild “Bleispitze” das nach links zeigt.

Am Kamm wandert man bergan und traversiert den breiten Wiesenrücken, bis man nach einem Felsblock an eine unscheinbare Verzweigung kommt. Hier dreht man nach links und steigt über den Wiesenrücken auf, bis dieser sich verschmälert. Der Weg leitet dann schräg nach rechts oben (Südosten) zum Sommerbergjöchle (2001 m) mit dem großen Wegweiser. Auf aussichtsreichem Weg überwindet man einen schrofigen Grashöcker und steigt ein paar Meter hinab zum Sättle Joch. Anschließend geht es gleich wieder aufwärts über eine steile grüne Kuppe, die in einen langgezogenen Wiesenkamm mündet. Am Ende des Wiesenkammes erreicht man das verzierte Gipfelkreuz.

7.5.2 Für den Flieger

Startplatz Die ideale Startrichtung an der Bleispitze ist SW bis NW. Aber auch in Richtung N kann man unterhalb des Gipfels etwas steiler starten. Südlich des Gipfels gibt es auch die Möglichkeit in Richtung S und SO zu starten.

Für Ostwind ist die Bleispitze nicht geeignet. In Monaten ohne thermischer Aktivität besteht noch die Möglichkeit bei Ostwind auf den Gartnerberg bzw. das Gartnerjoch auszuweichen.

Streckenflug und Soaring Soaring bei einsetzendem Talwind aus Westen am Nachmittag häufig möglich.

Landeplatz Der offizielle Landeplatz an der Grubigsteinbahn in Lermoos ist erreichbar. Freie Wiesenflächen gibt es um Bichlbach genügend.

Risiken Turbulenzen bei starkem Südwind durch die vorgelagerte Gartnerwand. Starker Talwind in den Sommermonaten. Stromleitungen im Tal bei Bichlbach. Je später das Jahr desto höher das Gras. Die Sortierung der Leinen kann im hohen Gras etwas Routine erfordern.

Beste Zeit Die thermikschwache Jahreszeit ist am besten für die Bleispitze geeignet. Ideal nachdem der Talwind eingesetzt hat. Wenn der Talwind aktiv ist bildet die Westflanke einen schönen Prallhang.

7.5.3 Karten

  • Kompass Karte 25, Zugspitze, Mieminger Kette, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte Blatt 4/1, Wetterstein- und Mieminger Gebirge, 1:25 000.

7.5.4 Hilfreiches und Familie

Das Angebot für Kinder und Eltern ist umfangreich. Langeweile gibt es nicht, denn in der Zugspitzarena wird vor allem Familien mit Kindern allerhand geboten. Der Aufstieg zum Seebensee oder Drachensee ist reizvoll und nicht allzu lang. Einige Klettersteige für erfahrene Berggänger locken die abenteuerlustigen.

7.5.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.6 Schwarzhanskarspitze (2227 m)

Die Schwarzhanskarspitze ist ein wunderschöner Wander- und grandioser Flugberg, der schon zu Beginn des Gleitschirmsports genutzt wurde. Vom Parkplatz kann man direkt auf das Gipfelkreuz sehen. Mit seinen gut 1300 Hm stellt er auch etwas höhere Anforderung an die Ausdauer. Die Belohnung ist ein riesiger, idealer Startplatz unterhalb des Gipfels für westliche Höhenwinde.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L1 NW SW W 910 1290 3,5 Forchach, Gasthof Sonne

7.6.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Lechtaler Alpen, Forchach
Ausgangspunkt Parkplatz in Forchach (910 m): 47°25’12.3”N, 10°35’17.1”E
Gipfel Schwarzhanskarspitze (2227 m): 47°24’20.3”N, 10°36’44.7”E
Startplatz Kein Start am Gipfel. Riesige Flache Wiese unterhalb (2200 m): 47°24’21.3”N, 10°36’44.6”E
Landeplatz Auf Wiese im Tal bei Forchach (910 m): 47°25’18.8”N, 10°35’24.2”E
3D-Visualisierung Schwarzhanskarspitze

Österreich, Schwarzhanskarspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Schwarzhanskarspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München - Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch. Auf der B 23 Richtung Reutte. Von Reutte kommend Richtung Lechtal bis nach Forchach, ca. 13 km. Ausgangspunkt ist die Ortsmitte von Forchach. Parkplatz bei einer Infotafel Gasthof Sonne (910 m).

Aufstieg Südlich gegenüber vom Gasthof Sonne zweigt eine kleine, für Kfz. gesperrte Straße ab. Auf der Forststraße bis zum Waldrand, dort beginnt ein Steig mit Wegweiser Älpele. Bereits nach wenigen Gehminuten zweigt ein Steig rechts ab in den Wald Richtung Schwarzhanskarspitze und Älpele. Die Forststraße wird nach kurzer Gehzeit noch mal gequert. Hier führt der Weg rechts von einem Graben in vielen Serpentinen durch den Wald. Auf 1460 m kommt man an einer Jagdhütte vorbei und der anfangs flache Weg wird nun allmählich steiler. Nach weiteren knapp 300 Höhenmetern erreicht man die Hochstanzer Alm auch Älpele genannt. Hinter der Almhütte führt der Weg weiter in nordöstliche Richtung zwischen Latschenfeldern hindurch und quert ein Kar, wo man den schönen Gipfelhang erreicht. Ab hier sind es noch mal 20 - 30 Minuten Gehzeit bis zum Gipfel. Das Gipfelkreuz steht auf einem Vorgipfel, der höchste Punkt wird auf Steigspuren über den Verbindungsgrat erreicht.

7.6.2 Für den Flieger

Startplatz Wenige Höhenmeter unterhalb des Gipfels in Richtung N sind ideale Startplätze zu finden. Schöner kann man sich einen Startplatz kaum vorstellen. Riesige Flächen mit idealer Hangneigung lassen hier jedes Fliegerherz höher schlagen. In Richtung SW bis NW kann hier problemlos gestartet werden. Ein Start nach O ist sicher auch möglich mit dem Risiko nicht im Lechtal landen zu können. Der Startplatz direkt am Gipfel ist sehr steil und nur bei schwachen NW nutzbar.

Streckenflug und Soaring Das Lechtal ist selbst im Herbst noch gut für einen Streckenflug. Durch die westliche Ausrichtung sitzt man leider bis Mittag auf der falschen Talseite für einen frühen Streckenflug.

Landeplatz Einen offiziellen Landeplatz gibt es an der 15 km entfernten Hahnenkammbahn bei Reutte. An thermisch guten Tagen sicherlich leicht erreichbar. Die Wiesen in Forchach sind aber auch schon ab Mitte Mai gemäht, so dass das Landeproblem auch nicht groß sein dürfte.

Risiken Der Abschnitt des Lechtals von Stanzach bis Weißenbach ist bekannt für seinen starken Talwind. Vorsicht auch bei Südwind, dann Leesituation am Startplatz.

Beste Zeit Das Lechtal ist auch im Herbst thermisch noch eine ausgezeichnete Option.

7.6.3 Karten

  • Kompass Karte 25, Zugspitze, Mieminger Kette, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte Blatt 4/1, Wetterstein- und Mieminger Gebirge, 1:25 000.

7.6.4 Hilfreiches und Familie

Badespaß im Lechtal so z. B. das schön gelegenes Freibad Häselgehr mitten im Ort mit großer Liegewiese, Minigolfanlage und Beach-Volleyballplatz. Weitere Bäder in Bach/Elbigenalp oder Vorderhornbach.

7.6.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.7 Thaneller (2341 m)

Der Thaneller ist nicht nur ein imposanter Berg, der von weit her ausgemacht werden kann, er ist auch selbst ein grandioser Aussichtsgipfel. Seine Südseite ist eine beliebte Wanderung, zumal der Aufstieg über einen schönen und leichten Bergsteig führt. Die sonnenverwöhnte Route eignet er sich besonders für das späte Frühjahr und den Herbst.

Schw SR AH HU Zeit AP
T3L3 S SW W 1310 1031 3 Parkplatz bei Schleppliften (Mooslift)

7.7.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Lechtaler Alpen, Berwang
Ausgangspunkt Parkplatz Mooslift (1310 m): 47°24’34.9”N, 10°44’18.2”E
Gipfel Thaneller (2341 m): 47°25’35.6”N, 10°43’27.2”E
Startplatz Steil und kurz unterhalb des Thaneller Gipfel (2335 m): 47°25’35.6”N, 10°43’27.2”E
Landeplatz Wiese im Tal bei Berwang (1300 m): 47°24’25.4”N, 10°44’13.1”E
3D-Visualisierung Thaneller

Österreich, Thaneller, © OpenTopoMap

Österreich, Thaneller, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise A 95 München - Garmisch, weiter auf der B 23 Richtung Reutte und über Lermoos nach Bichlbach. Von Bichlbach links nach Berwang. Etwa 400 Meter nach Berwang findet man rechts der Straße einen großen Parkplatz. Parken bei den Schleppliften.

Aufstieg Vom großen Parkplatz bei den Schleppliften (Mooslift) wandert man parallel zum Thaneller-Lift über die Skipiste bis man oben auf einen quer führenden Wirtschaftsweg trifft. Über eine Wiese geht es schräg nach oben zum Waldrand. Dann folgt man einfach immer dem guten Steig durch den eher lichten Bergwald. Weiter in Serpentinen ins freie Gelände, wo der Südgrat ansetzt. Entlang des Kammes auf weiterhin gutem Steig durch etwas felsigeres Gelände und Schrofen. Am Ende dreht der Kamm, sowie die Route nach Nordwesten und man steigt unschwierig zum höchsten Punkt mit toller Aussicht.

7.7.2 Für den Flieger

Startplatz Startmöglichkeit in südliche Richtung wenige Meter westlich vom Gipfel. Der Startplatz ist steil und kurz. Bei idealen Windverhältnissen, also 10 - 15 km/h aus südlicher Richtung, für den geübten Starter sicherlich kein Problem. Bei nicht idealen Windverhältnissen jedoch durchaus anspruchsvoll.

Weitere Startmöglichkeit in Richtung SW und W gibt es etwa 200 Hm unterhalb des Gipfels an der Aufstiegsroute. Diese Startmöglichkeiten sind weniger anspruchsvoll wie der Startplatz am Gipfel. Wenn bereits etwas Schnee liegt hat man direkt neben dem Gipfelkreuz noch bessere Startmöglichkeiten.

Streckenflug und Soaring Der Thaneller steht sehr isoliert, deswegen gestaltet sich ein Streckenflug nicht einfach.

Landeplatz Kein offizieller Landeplatz in Berwang. Die Landemöglichkeiten engen Tal können bei viel Wind durchaus anspruchsvoll sein.

Risiken Bayerischer Wind und starke Ablösungen im Hochsommer. Landung bei stärkerem Talwind im engen Tal. Bei Landung an den Thaneller Liften auf die Liftseile achten.

Beste Zeit Die ideale Zeit für einen Flug vom Thaneller ist zweifellos der Herbst.

7.7.3 Karten

  • Kompass Karte 25, Ehrwald/Lermoos, 1:50 000.
  • Kompass Karte 4, Außerfern/Füssen, 1:50 000.

7.7.4 Hilfreiches und Familie

Auch für bergtüchtige Kinder mit entsprechender Kondition geeignet. Da die südseitige Route sehr der Sonne ausgesetzt ist, sollte man viel zum Trinken mitnehmen.

7.7.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.8 Roter Stein (2366 m)

Von drei Seiten kann man auf den Roten Stein steigen. Die interessanteste Variante führt von Bichlbächle über das gleichnamige Jöchle zum exponierten Gipfel. Beim steilen Finale der Tour geht es über anspruchsvolles Gehgelände und in leichter, kurzer Kletterei über bröseliges Felsgelände zum großen Metallkreuz mit beeindruckendem Ausblick.

Der Rote Stein ist ein herrlicher Aussichtsberg und gehört eher zu den weniger besuchten Gipfeln in der Region. Daher ist der Para-Alpinist, der Einsamkeit und etwas Abenteuer sucht, dort genau am richtigen Platz. Der Ausblick vom Gipfel ist gewaltig: herrlicher Tiefblick nach Berwang und zu den Tannheimer Bergen. Weit im Osten erhebt sich eindrucksvoll die Zugspitze, im Süden die Mieminger Kette und im Westen die markanten Gipfel der Lechtaler Alpen.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L3 SW W 1250 1116 3,5 Parkplatz Bichlbächle Brücke

7.8.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Lechtaler Alpen, Bichlbächle
Ausgangspunkt Parkplatz Bichlbächle (1079 m): 47°23’55.6”N, 10°47’15.3”E
Gipfel Roter Stein (2366 m): 47°22’54.6”N, 10°46’24.6”E
Startplatz Heikele, steile kleine Wiese am Gipfel (2366 m): 47°22’54.6”N, 10°46’24.6”E
Landeplatz Wiese in Bichelbächle (1090 m): 47°23’59.9”N, 10°47’17.3”E
3D-Visualisierung Roter Stein

Österreich, Roter Stein, © OpenTopoMap

Österreich, Roter Stein, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise A 95 München - Garmisch. Von Garmisch-Partenkirchen Richtung Fernpass. Am ehemaligen Grenzübergang Griesen vorbei nach Ehrwald. Beim Eisenbahnviadukt rechts bis nach Bichlbach. In Bichlbach Richtung Berwang. Nach ca. 2 km links nach Bichlbächle. Auf schmaler Fahrstraße bis zum Parkplatz unterhalb von Bichlbächle bei einer Brücke.

Aufstieg Dem Wegweiser zum Roten Stein nach Süden, parallel zum Stockachbach folgen. Weiter auf schmalem, engen Steig in das Bichelbächler Jöchle (1943 m). Eine Abzweigung lässt man links liegen und wandert durch das ebene, weitläufige Joch nach Süden. Auf der Südseite des Schafköpfle-Kammes dreht die Route nach rechts (Westen). Man quert leicht fallend die steile, latschendurchsetzte Südflanke auf einem holprigen Steig, der manchmal nur ein schmales Band auf steinigem oder sandigem Untergrund darstellt.

Die Route führt in eine sanfte Wiesenmulde. Den Markierungen folgend, deutlich ausgeprägt zieht sich der Steig durch die Wiesenmulde empor. Die Abzweigung zum Loreakopf (Schrift auf Felsen) lässt man dabei genauso links liegen, wie später den Abzweig nach rechts zum Schafköpfle. In einigen Serpentinen zielt der Weg zum Kamm, den man links des felsigen Gipfelaufbaus erreicht. Hier nach rechts (Nordnordwesten). Beim Gipfelanstieg führt der Steig anfangs über steiles, sandiges Schrofengelände, dann über bröseliges Felsgelände (teilweise UIAA I) mit einigen kurzen Drahtseilstellen zum Gipfel.

7.8.2 Für den Flieger

Startplatz Heikler Startplatz nach SW direkt unter dem Gipfel. Steiles, teils sandiges Wiesengelände, das einen Startabbruch nicht zulässt. Nur für sehr sichere Starter bei besten Bedingungen.

Streckenflug und Soaring Grundsätzlich möglich, jedoch aufgrund des Anspruchs der Tour nicht das vorrangige Ziel.

Landeplatz Der offizielle Landeplatz an der Grubigsteinbahn in Lermoos ist erreichbar. Freie Wiesenflächen gibt es um Bichlbach genügend.

Risiken Sehr steiler Startplatz und schwierige Windverhältnisse im Tal bei der Landung direkt in Bichelbächle.

Beste Zeit Nur im Herbst geeignet, da optimale, schwachwindige Windverhältnisse Pflicht sind. Landung im engen Tal bei Bichelbächle nur bei Bedingungen ohne Talwind vertretbar.

7.8.3 Karten

  • Kompass Karte 25, Zugspitze, Mieminger Kette, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte Blatt 4/1 Wetterstein- und Mieminger Gebirge 1:25 000.

7.8.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.9 Namloser Wetterspitze (2553 m)

Die Namloser Wetterspitze hat einen guten Namen bei Skitourengehern. Aber auch für einen Hike & Fly eignet sich der traumhafte Südwesthang ausgezeichnet. Bei optimaler Sonneneinstrahlung sind selbst im Dezember noch Thermikflüge möglich. Das etwas geschotterte Startgelände stört kaum und der Flug spät im Herbst ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Tour ist von Hans inspiriert, den man in Fallerschein auf der Hütte an schönen Tagen treffen kann. Fallerschein gilt als eines der größten Almdörfer der Alpen. Bis vor einigen Jahrhunderten war es das ganze Jahr über bewohnt. Mittlerweile wird es aber nur noch während den Sommermonaten als Feriensiedlung genutzt.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L3 SW 1180 1320 3,5 Abzweigung nach Fallerschein (Wegweiser)

7.9.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Lechtaler Alpen, Stanzach
Ausgangspunkt Parkplatz an der Abzweigung nach Fallerschein (1180 m): 47°21’30.6”N, 10°38’06.8”E
Gipfel Namloser Wetterspitze (2553 m): 47°19’24.3”N, 10°38’28.6”E
Startplatz Kein Start am Gipfel. Steindurchsetzte Wiese (2500 m): 47°19’22.2”N, 10°38’18.0”E
Landeplatz Wiese in Fallerschein (schwierig) oder Wiese in Namlos (1180 m): 47°20’34.2”N, 10°37’21.8”E
3D-Visualisierung Namloser Wetterspitze

Österreich, Namloser Wetterspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Namloser Wetterspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München - Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch. Hier auf der B 23 Richtung Reutte. Über Lermoos nach Bichlbach. Durch den Ort und links nach Berwang. Weiter über Rinnen, sowie Kelmen nach Namlos. Am Ort vorbei und 1,7 km weiter bis zur Abzweigung nach Fallerschein. Hier findet man rechts einen kleinen Parkplatz.

Aufstieg Ein asphaltierter, für den öffentlichen Verkehr gesperrter, flacher Weg führt gut beschildert in Richtung Fallerschein. Kurz vor der Almsiedlung endet der Asphalt und mündet direkt in eine Forststraße. Nach einem kurzen Aufschwung steht man vor der kleinen Siedlung Fallerschein (1302 m). Hier weiter taleinwärts (Schild: Namloser Wetterspitze). Man folgt immer dem Wanderweg, der sich zunächst oberhalb des Sommerbergbaches nach Süden schlängelt. Der Weg traversiert die Westflanke der Namloser Wetterspitze und leitet in die Latschenregion.

Im Talkessel gabelt sich der Weg. Man folgt der linken Spur (rot markierte Steine) und überquert nochmals einen kleinen Gebirgsbach. Die kleine Hütte (1752 m) unterhalb des Ortkopfes wird rechts liegen gelassen, denn der Weg führt jetzt nach links (Osten) über Almwiesen und durch Latschen steiler bergan. Bald erreicht man ein aussichtsreiches Joch (2100 m). Nun wendet man sich nach links, um über einen steilen breiten Grasrücken aufzusteigen. Der Weg zieht jetzt ziemlich grob geschottert am Schluss über ein paar unschwierige Felsstufen zum Gipfelkreuz hinauf. Auf dem Rücken mehrere Startmöglichkeiten.

7.9.2 Für den Flieger

Startplatz Mehrere Startmöglichkeiten am Südwestrücken. Start auf mittelsteiler Schotterwiese, die mit Steinen durchsetzt ist.

Streckenflug und Soaring Startüberhöhung selbst im späten Herbst noch gut möglich.

Landeplatz Etwas kleinräumig auf buckeligen Wiesen in Fallerschein. Ein Windsack ist normalerweise vorhanden. Wem das zu eng ist, landet auf Wiesen um Namlos. Meist kommt der Talwind aus Nordosten.

Risiken Kräftige Talwinde im Lechtal. Selbst im Herbst kann dieser noch überraschend stark sein. Landeanflug in Fallerschein vorausschauend planen.

Beste Zeit Idealerweise Herbst bis in den Frühwinter, solange noch kein Schnee gefallen ist.

7.9.3 Karten

  • Kompass Karte 24, Lechtaler Alpen / Hornbachkette, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte Nr. 3/4, Lechtaler Alpen Heiterwand und Muttekopfgebiet, 1:25 000.

7.9.4 Hilfreiches und Familie

In der Almsiedlung Fallerscheinalpe (größtes Almdorf Tirols) wird man im Sennerstüberl verwöhnt. Ausgezeichnete Tiroler Spezialitäten vorwiegend aus Erzeugnissen der eigenen Landwirtschaft. Übernachtung bei Lottes Fallerscheinerstube, 17 Matratzenlager und Verpflegung.

Fallerschein ist problemlos mit Kindern und auch einem Kinderwagen erreichbar.

Der Egger Muttekopf (2311 m) ist ebenfalls ein sehr lohnendes Flugziel. Nicht zu vergessen der Elmer Muttekopf (2350 m), der sich ebenfalls genussvoll befliegen lässt.

7.9.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.10 Hirschleskopf (2052 m)

Das Lechtal mit seinen glasklare Seen und dazu ein Alpenpanorama wie aus dem Bilderbuch. Das erwartet den Para-Alpinisten auf dieser schönen Tour. Sie ist zwar durchaus fordernd, lohnt aber schon wegen der Pause am idyllischen Schafkarsee. Ein abwechslungsreicher Aufstieg in einem stillen Winkel des Lechtals, voller landschaftlicher Höhepunkte, tosenden Wasserfällen und mit dem Kleinod “Schafkarsee” als lohnenswertem Tourenziel. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind auf dem Heinzensprossensteig gefordert. Gramais ist der Ausgangspunkt und Massen an Touristen findet man hier wahrlich nicht. Der ziemlich abgelegene Bergort inmitten der Lechtaler Alpen bietet eine grandiose Bergkulisse und so wundert es doch, wie ursprünglich dort die Welt noch ist. Die Wanderung zum Schafkarsee ist zwar nicht kurz, aber für bergerfahrene Kinder durchaus machbar. Wenn der Streckenflieger im Herbst noch etwas Höhe erkurbelt, wird er einen unvergesslichen Flug über die Lechtaler Berge erleben und viele Ziele für weitere Ausflüge finden.

Schw SR AH HU Zeit AP
T3L2 O NO N SO S SW 1320 732 3 Parkmöglichkeit in Gramais bei der Brücke

7.10.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Lechtaler Alpen, Gramais
Ausgangspunkt Parkplatz Gramais Brücke (1320 m): 47°16’06.0”N, 10°32’15.6”E
Gipfel Start am Gipfel Hirschleskopf (2052 m): 47°15’34.3”N, 10°30’41.6”E
Startplatz Start am Hirschleskopf Gipfel auf flacher Wiese (2052 m): 47°15’34.3”N, 10°30’41.1”E
Landeplatz Wiese im Tal bei Gramais (1320 m): 47°16’07.2”N, 10°32’17.3”E
3D-Visualisierung Hirschleskopf

Österreich, Hirschleskopf, © OpenTopoMap

Österreich, Hirschleskopf, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München-Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch. Auf der B 23 nach Reutte. Von Reutte das Lechtal hoch bis Häselgehr. Beim Schwimmbad Häselgehr links abbiegen nach Gramais. Parkplatz bei der Brücke.

Aufstieg Vom Parkplatz in Gramais erst wenige Meter auf der Hauptstraße nach Osten, dann rechts über die kleine Holzbrücke zum Sägewerk. Ab hier dem Wegweiser Schafkarsee folgen. Nach einem kurzen Abstieg passiert der Weg die Otterbachbrücke und folgt dann dem Forstweg Richtung Wannenspitze/Schafkarsee. Nach ca. einer Stunde am nächsten Wegweiser rechts abbiegen Richtung Gampenjoch, Wannenspitze und Griesbachalm.

Nach etwa 2 bis 2,5 Stunden weist ein beschilderter Fels die Richtung: Rechts geht es weiter, man durchquert einen Graben und das letzte Stück führt über eine Wiese zum Schafkarsee mit Blick auf die Große und Kleine Schafkarspitze. Steigt man noch ein Stück höher, genießt man eine umfassende Sicht über den See zur Kogelseespitze und den Bockkarspitzen. Zum Hirschleskopf zurück zum Steig mit Wegweiser und in entgegengesetzter Richtung. Weiter bis auf den breiten Rücken des Hirschhals. Ein zum Teil steiler Steig leitet dort hinauf. Rechts haltend noch ein Stück über den Heinzensprossensteig aufwärts, dann wieder langsam absteigen. Kurz darauf steht man auf dem kreuzgeschmückten Hirschleskopf.

Alternativ der direkte Aufstieg ohne den Umweg über den Schafkarsee. Es geht hinunter zum Bach, der überschritten wird. Jenseits quert man eine Schotterstraße und erreicht einen Steig, der durch steilen Bergwald hoch zum Hirschhals führt, wo der Steig vom Mühlschrofen einmündet. Hier links weiter am breiten Rücken zum Hirschleskopf (Gipfelkreuz und -buch) – der Anstieg zieht sich etwas. ### Für den Flieger

Startplatz Ein perfekter Wiesenstartplatz der fast in jede Richtung außer West einen Start zulässt. Ideal geneigte Wiesenstartplätze, die auch problemlos einen Startabbruch zulassen.

Streckenflug und Soaring Nach dem Start rechts die Thermik nehmen und entlang des Gratzugs zur Großen Schafkarspitze aufdrehen. Das Lechtal ist ein Streckenflugdorado. Eine Startüberhöhung selbst im späten Herbst ist noch gut möglich.

Landeplatz Auf gemähten Wiesen in Gramais unweit des Parplatzes. Oder aber natürlich irgendwo im Lechtal, wenn es auf Strecke geht.

Risiken Weitgehend unproblematischer Aufstieg mit sehr guten Startmöglichkeiten am Hirschleskopf. Das Talwindsystem im Lechtal ist selbst im Herbst noch kräftig.

Beste Zeit Idealerweise Herbst bis in den Frühwinter so lange noch kein Schnee gefallen ist. Aber auch im Frühjahr als Ausgangspunkt für Streckenflüge im Lechtal, wenn der Schnee abgetaut ist.

7.10.2 Karten

  • Kompass Karte 24, Lechtaler Alpen / Hornbachkette, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte 3/3 Lechtaler Alpen, Parseierspitze, Wanderkarte 1:25 000.

7.10.4 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.11 Muttekopf (2431 m)

Holzgau liegt auf 1103 m im oberen Lechtal und gilt aufgrund seiner herrlichen Lage und wegen des malerischen Dorfbildes zu Recht als Perle des Lechtals. Besonders bekannt sind in Holzgau die zahlreichen prunkvoll bemalten Häuser, welche dem Ort einen besonderen Charme verleihen. Der Muttekopf in der Allgäuer Peischelgruppe ist für den ambitionierten Para-Alpinisten ein absolutes Traumziel. Startmöglichkeiten in beinahe jede Richtung auf einer grünen Wiese am Gipfel. Dazu das Lechtal als Streckenziel. Einzig der Lechtaler Talwind fordert immer wieder einmal solide Starkwind Landefähigkeiten.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 O NO SO S SW 1109 1322 3,5 Holzgau Kirche

7.11.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Lechtaler Alpen, Holzgau
Ausgangspunkt Parkplatz Holzgau Kirche (1109 m): 47°15’37.2”N, 10°20’34.9”E
Gipfel Muttekopf (2431 m): 47°16’31.5”N, 10°18’32.1”E
Startplatz Start am Muttekopf Gipfel auf flacher Wiese (2431 m): 47°16’31.5”N, 10°18’32.1”E
Landeplatz Wiese im Tal bei Holzgau (1100 m): 47°15’39.3”N, 10°20’53.4”E
3D-Visualisierung Muttekopf

Österreich, Muttekopf, © OpenTopoMap

Österreich, Muttekopf, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München - Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch. Hier auf der B 23 Richtung Reutte. Von Reutte das Lechtal hinauf bis Honzgau. Parkmöglichkeiten an der Kirche im Ort.

Aufstieg Der einfachste Anstieg startet in Holzgau bei der Kirche. Dort sind auch ausreichend kostenlose Parkplätze vorhanden. Von Holzgau geht es entlang der Straße in die vordere Gföll (Gföllberg Skilift). Dort beginnt ein schmaler Pfad und führt sogleich in konstanter Steigung Richtung Holzgauer Muttekopf. Teilweise ist der Pfad bzw. Markierungen schlecht zu erkennen. Bei den Lawinenverbauungen erreicht man den Gumpensattel, und etwas weiter oben die Vordere Mutte. Es geht entlang eines breiten Grasgrates bis zur hinteren Mutte und dann den östlichen Gipfelhang hinauf. Das Kreuz steht unterhalb des Gipfels, damit es vom Tal aus zu sehen ist.

7.11.2 Für den Flieger

Startplatz Ein perfekter Startplatz nach O, NO, SO, S und SW. Bereits im Aufstieg viele Startmöglichkeiten, sobald man den Vorgipfel erreicht hat.

Streckenflug und Soaring Das Lechtal ist ein Streckenflugdorado. Eine Startüberhöhung selbst im späten Herbst ist noch gut möglich.

Landeplatz Auf gemähten Wiesen in Holzgau.

Risiken Weitgehend unproblematischer Aufstieg mit sehr guten Startmöglichkeiten. Das Talwindsystem im Lechtal ist selbst im Herbst noch kräftig.

Beste Zeit Idealerweise Herbst bis in den Frühwinter solange noch kein Schnee gefallen ist. Aber auch im Frühjahr als Ausgangspunkt für Streckenflüge im Lechtal, wenn der Schnee abgetaut ist.

7.11.3 Karten

  • Kompass Karte 24, Lechtaler Alpen / Hornbachkette, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte Nr. 3/4, Lechtaler Alpen Heiterwand und Muttekopfgebiet, 1:25 000.

7.11.4 Hilfreiches und Familie

Highlight ist dabei die Überquerung des Simms-Wasserfalls über zwei Seilbrücken. Eine weitere Attraktion ist die 110 m hohe Holzgauer Hängebrücke. Sie ist mit einer Länge von 200 m eine der längsten Fußgänger-Hängebrücke Österreichs und kostenlos begehbar. Die Hängebrücke ist vom Ortszentrum aus ersichtlich und ist in der Nacht beleuchtet. Die Hängebrücke führt über die Höhebachschlucht und verbindet die die Bergwiesen des Gföllbergs mit jenen der Schiggen.

7.11.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.12 Augsburger Hütte (2298 m)

Die Augsburger Hütte liegt auf einer kühnen Felskanzel hoch über dem Inntal mit einem fantastischen Blick über die Seitentäler des Inn bis hin zu den mächtigen Gipfeln der Ötztaler Alpen, der Silvretta und des Verwall. Ein ausgezeichnetes Hüttenteam lassen den gut dreistündigen Aufstieg schnell vergessen. Könner fliegen vom Venet und landen an der Hütte ein. Im Herbst noch hervorragende Streckenflugmöglichkeiten an den Südflanken der Lechtaler Berge.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 SO S SW 1020 1290 3,5 Waldparkplatz Grins

7.12.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Lechtaler Berge, Grins
Ausgangspunkt Waldparkplatz Schwimmbad Grins (1020 m): 47°08’38.6”N, 10°30’36.1”E
Startplatz Kein Start am Gipfel. Mittelsteile Wiese über der Augsburger Hütte (2310 m): 47°10’00.1”N, 10°29’37.1”E
Landeplatz Offiziell am Venet (769 m): 47°09’14.5”N, 10°34’50.6”E
3D-Visualisierung Gipfel

Österreich, Augsburger Hütte, © OpenTopoMap

Österreich, Augsburger Hütte, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise A 95 München - Garmisch. Von Garmisch-Partenkirchen Richtung Fernpass. Über den Fernpass nach Imst und weiter nach Grins. Alternativ über den Arlberg nach Landeck und nach Grins. In Grins dem Wegweiser zum Schwimmbad folgen.

Aufstieg Das Auto am Waldparkplatz hinter dem Schwimmbad abstellen. Von hier den rechts abzweigenden, mäßig steilen Weg Nr. 634 nehmen und über Wiesen bis zu den Gasillböden am Südhang des Gatschkopfs. Den Gasillbach überqueren und den nun schmalen Steig weiter bergauf. Anschließend den nach rechts führenden Weg nehmen und noch ein kurzes, etwas flacheres Stück zur Hütte.

Startplatz Mittelsteiler Wiesenstartplatz über dem Hubschauber Landeplatz. Normalerweise immer thermischer Aufwind. Alternativer Startplatz 15 Minuten unterhalb der Hütte am Abstiegsweg. Die Patrolscharte mit ihrem gipfelnahen Startplatz ist ein ganz anderes Kaliber. Der Aufstieg auf die Patrolscharte erfolgt über eine mehrere hundert Meter hohe Felswand in sehr brüchigem Gelände (Steinschlaggefahr). Dieser Bereich ist auch im Sommer oft vereist und auch bei günstigen Bedingungen nicht ungefährlich (T4L2).

Streckenflug und Soaring Das Inntal ist ein hervorragendes Streckenfluggebiet. Früher Start durch die Südausrichtung möglich. Durch die Kessellage und Südausrichtung kann die Thermik recht kräftig werden.

Landeplatz Mit thermischer Unterstützung den offiziellen Landeplatz des Venet nutzen. Alternativ gemähte Wiesen im Tal.

Risiken Hochalpiner Startplatz mit Südausrichtung. Thermisch sehr anspruchsvolles Gebiet. Der Wind sollte von vorne kommen, da durch die Kessellage Turbulenzen möglich sind. Starker Talwind im Inntal.

Beste Zeit Die beste Zeit ist der Herbst, da im Hochsommer häufig thermisch sehr anspruchsvolle Bedingungen.

7.12.2 Karten

  • Kompass Karte 24, Lechtaler Alpen, Hornbachkette, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte Blatt 3/2 Lechtaler Alpen, Arlberggebiet, Wanderkarte 1:25 000.

7.12.3 Hilfreiches und Familie

Der Aufstieg mit Kindern ist gut möglich, allerdings doch etwas lang. Besser dann eine Übernachtung auf der Hütte und am nächsten Tag den Abstieg angehen. Das Schwimmbad in Grins kann während der Para-Alpinist in der Sonne schwitzt eine lohnende Alternative sein.

7.12.4 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.13 Lichtspitze (2356 m)

Eine selten begangene Tour im Lechtal, inmitten einer großartigen Landschaft. Die Aussicht reicht über die gesamte Länge des Lechtals, während die östlichste Kette der Allgäuer Alpen gegenüber aufgereiht ist. Allerdings gibt es wesentlich angenehmere Wege als den zur Lichtspitze. Im unteren Teil hat man es mit einem ausgesprochen steilen, oft nur fußbreiten Steig zu tun. Unangenehm ist auch die zeitraubende Querung im Mittelteil, die über erodierte Rinnen und exponierte Schmalstellen führt - hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefordert. Ein wenig überlaufenes Ziel für geübte Para-Alpinisten, die sich hin und wieder schinden wollen.

Schw SR AH HU Zeit AP
T3L2 S 1008 1273 3,5 Schwimmbad Häselgehr

7.13.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Lechtaler Berge, Häselgehr
Ausgangspunkt Parkplatz Schwimmbad Häselgehr (1008 m): 47°18’34.5”N, 10°29’42.5”E
Gipfel Lichtspitze (2356 m): 47°17’58.7”N, 10°31’46.6”E
Startplatz Mittelsteile, steindurchsetzte Wiese unterhalb des Gipfels (2310 m): 47°17’59.6”N, 10°31’43.9”E
Landeplatz Auf Wiese im Tal bei Häselgehr (1008 m): 47°18’40.3”N, 10°29’52.8”E
3D-Visualisierung Gipfel

Österreich, Lichtspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Lichtspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München - Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch. Auf der B 23 Richtung Reutte. Von Reutte das Lechtal hoch bis Häselgehr. In Häselgehr unmittelbar vor der Brücke über den Lech links abbiegen Richtung Gramais und einen Parkplatz suchen (ca. 1,5 Km).

Alternativ gleich in Häselgehr beim Schwimmbad parken.

Aufstieg Vom Parkplatz geht es auf der gegenüberliegenden (östlichen) Straßenseite über einen Bergrücken durch den Wald. Forststraßen werden gekreuzt (manchmal ist der Weiterweg leicht versetzt). Der Waldabschnitt ist teilweise wenig ausgeprägt, aber gut markiert. Ab ca. 1700 m lichtet sich das Aufstiegsgelände. Bei 1900 m beginnt eine Querung weit nach Süden durch die von steinigen Rinnen zerfurchten Steilhänge. Hier ist teils abschüssiges und bröseliges Gelände. Am Ende zu wird der Weg wieder einfacher, zuletzt dann ca. 200 Hm steil, aber unschwierig den Gipfelhang hinauf.

7.13.2 Für den Flieger

Startplatz Start nach Süden auf einer steindurchsetzten, mittelsteilen Wiese 50 Hm unterhalb des Gipfels.

Streckenflug und Soaring Trotz Start nach SO kein ausgesprochener Streckenflugberg. Aber natürlich geht es im Lechtal auch noch im Herbst thermisch sehr zuverlässig.

Landeplatz Auf gemähten Wiesen in der Nähe von Häselgehr.

Risiken Steiler Aufstieg, der bei Nässe unangenehm werden kann. Wie immer im Lechtal kann der Talwind sehr hoch reichen und turbulent bei der Landung sein.

Beste Zeit Die beste Zeit ist der Herbst, da im Hochsommer häufig starker Talwind.

7.13.3 Karten

  • Kompass Karte 24, Lechtaler Alpen, Hornbachkette, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte 3/2 Lechtaler Alpen, Arlberggebiet, Wanderkarte 1:25 000.

7.13.4 Hilfreiches und Familie

Schön gelegenes Freibad mitten in Häselgehr mit großer Liegewiese, Minigolfanlage und Beach-Volleyballplatz.

7.13.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.14 Kohlbergspitze (2202 m)

Die Kohlbergspitze ist ein Gipfel im Danielkamm der Ammergauer Alpen in Tirol. Dieser perfekt nach Süden ausgerichtete Gratzug verspricht selbst im späten Herbst noch schöne Streckenflüge mit einer Basis von 2600 Meter und höher. Ein mittelsteiler abwechslungsreicher Aufstieg führt zu einem perfekt nach Südosten ausgerichtete Wiesenstartplatz. Die Wiese bietet Platz für einen ganzen PWC. Hier findet jeder seinen optimalen Platz, um den Schirm gemütlich auszulegen.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L1 SO S 1079 1123 3 Tourismusbüro Bichlbach

7.14.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Ammergauer Alpen, Bichlbach
Ausgangspunkt Parkplatz bei Tourismusbüro Bichlbach (1079 m): 47°25’15.1”N, 10°47’29.3”E
Gipfel Kohlbergspitze (2202 m): 47°26’16.0”N, 10°47’59.0”E
Startplatz Flache bis mittelsteile Wiese unterhalb des Gipfels (2170 m): 47°26’16.0”N, 10°47’59.0”E
Landeplatz Offiziell Talstation Grubigstein (1108 m): 47°24’01.6”N, 10°52’50.7”E
Landeplatz Auf Wiese im Tal bei Bichlbach (1075 m): 47°25’00.5”N, 10°47’46.2”E
3D-Visualisierung Kohlbergspitze

Österreich, Kohlbergspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Kohlbergspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise A 95 München - Garmisch. Von Garmisch-Partenkirchen Richtung Fernpass, am ehemaligen Grenzübergang Griesen vorbei nach Ehrwald. Beim Eisenbahnviadukt rechts bis nach Bichlbach. Im Ort zur Pfarrkirche (St. Lorenz), Kirchhofstraße. Neben der Kirche ist das Tourismusbüro/Zunfthaus. Hier ist ein öffentlicher Parkplatz.

Aufstieg Vom Parkplatz beim Tourismusbüro geht man auf der Straße kurz nordwestwärts an der Kirche vorbei, unter der Straße hindurch und über einen kleinen Bach. Nach der Brücke über den Bach trifft man am Fuße des Kohlbergs auf einen Schilderbaum mit Infotafel. Ein steiniger Bergweg leitet in Serpentinen anfangs mehrspurig durch lichten Wald. Bald knickt der Weg nach rechts und es geht über Stock und Stein bergauf. Man wandert unterhalb einer versteckten Jagdhütte (1568 m) vorbei und passiert einen Brunnen. An einer Lichtung stößt man auf eine beschilderte Verzweigung mit dem Wegweiser Kohlbergspitze.

Die Normalroute führt nach rechts zu einer Waldwiese. Die aussichtsreiche Strecke leitet durch einen Latschenkessel weit nach Nordosten zu einer Verzweigung. Dort dreht man nach links - Wegweiser Kohlbergspitze. Das Gelände wird freier und über einen weiten Wiesenrücken geht es nordwestwärts bergauf. Den Gipfel ziert ein gewaltiges Kreuz.

7.14.2 Für den Flieger

Startplatz Startmöglichkeiten gibt es direkt unterhalb des Gipfels, der etwas steiler ist. Der ideale Startplatz ist ca. 50 Höhenmeter unter dem Gipfel in einer Wiesenmulde und ist nach SO ausgerichtet und erlaubt einen zeitigen Start. Bei Südwind kann man in Richtung Osten ausweichen, um idealere Hänge zu finden. Der Startplatz ist ideal und lässt einen Startabbruch nach allen Seiten zu.

Streckenflug und Soaring Thermisch sehr aktives Gelände entlang der Kette bis zum Daniel. Auch im späten Herbst sind noch längere Thermikflüge möglich.

Landeplatz Der offizielle Landeplatz an der Grubigsteinbahn in Lermoos ist erreichbar. Freie Wiesenflächen gibt es um Bichlbach genügend. Der vorgeschlagene Wiesenplatz ist meist mit einem Windsack versehen.

Risiken Bei direktem Westwind liegt der Startplatz im Lee. Bayerische Wind in den Sommermonaten. Dieser kann einen Start ab den Mittagsstunden erschweren. Starke thermische Ablösungen und ein kräftiger Talwind selbst im Herbst. Im Tal einige Hochspannungsleitungen, die jedoch gut sichtbar sind.

Beste Zeit Sicherlich ist der Herbst die beste Zeit, aber auch im Frühjahr wenn die Thermik noch schwächelt eine lohnende Möglichkeit.

7.14.3 Karten

  • Kompass Karte 25, Ehrwald/Lermoos, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte Blatt 4/1 Wetterstein- und Mieminger Gebirge 1:25 000.

7.14.4 Hilfreiches und Familie

Mit der Tajakante und dem Seebensteig sind zwei lohnende Klettersteige gerade das Richtige für einen Rasttag. Der Tajakante-Klettersteig gehört zu den landschaftlich schönsten Klettersteigen Österreichs. Die sehr gut angelegte Route - die fast immer der Kante folgt - ist ein gelungener Mix aus Action-Passagen. Grandioser Blick auf den Drachensee.

7.14.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.15 Upsspitze (2332 m)

Das Gebiet um Lermoos ist landschaftlich mehr als reizvoll, denn hier treffen vier Gebirge aufeinander: die Lechtaler Alpen, die Mieminger Kette, das Wettersteingebirge und die Ammergauer Alpen. Kommt man von Garmisch begrüßt einen der Daniel mit seiner ungeheuer imposanten, hornförmigen Seite. Von Süden wirkt er dagegen beinahe etwas behäbig. Über diese schwache Seite führt eine abwechslungsreiche und unschwierige aber lange Bergtour auf Daniel und Upsspitze. Hat man den Gipfel überschritten, findet man auf der Westseite einen kleinen aber perfekt nach Süden ausgerichteten Startplatz.

Schw SR AH HU Zeit AP
T3L3 SO S SW 1000 1332 3,5 Bahnhof Lermoos

7.15.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Ammergauer Alpen, Lermoos
Ausgangspunkt Lermoos Bahnhof (1000 m): 47°24’18.9”N, 10°52’42.4”E
Gipfel Upsspitze (2332 m): 47°25’51.7”N, 10°52’21.4”E
Startplatz Flache Wiese westlich des Gipfels (2320 m): 47°25’51.7”N, 10°52’21.4”E
Landeplatz Offiziell Talstation Grubigstein (1108 m): 47°24’01.6”N, 10°52’50.7”E
3D-Visualisierung Upsspitze

Österreich, Upsspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Upsspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise A 95 München - Garmisch. Von Garmisch-Partenkirchen Richtung Fernpass. Am ehemaligen Grenzübergang Griesen vorbei nach Ehrwald. Beim Eisenbahnviadukt rechts nach Lermoos. Im Hauptort rechts abbiegen zum Bahnhof. Der Bahnhof ist von der Bundesstraße ausgeschildert.

Vom Westen über Reutte und Wengle nach Lermoos und von Süden über Nassereith und den Fernpaß zum Ausgangspunkt.

Aufstieg Bahnhof von Lermoos (1000 m). Manche beginnen die Tour auch beim Panoramabad von Lermoos. Kostenlose Parkplätze gibt es am Bahnhof oder in der Dorfmitte bei einem gut sichtbaren Parkplatz westlich der Durchfahrtsstraße. Die Parkplätze der Grubigsteinbahn bieten sich ebenfalls an, da dort der offizielle Landeplatz ist.

Unmittelbar vom Bahnhof überquert man die Gleise, wendet sich ca. 200 Meter nach Osten bis ein Wegweiser zur Tuftelalm, Daniel, Upsspitze weist. Der Weg ist nicht schwierig, nur recht steil und bei Nässe rutschig. Auf diesem Weg zur malerisch gelegenen Tuftlalm (1496 m). Diese ist in den Sommermonaten und im Herbst bewirtschaftet. Wenn sie noch offen hat, ist es ratsam den Flüssigkeitshaushalt zu erneuern, denn der Schatten spendende Wald wird immer weniger und der Weg immer anstrengender. Der Weg führt weiter Richtung Norden in den Wald, später durch Latschenfelder und letztendlich über unbewachsenes steiniges Gelände bis unter die Upsspitze. Ab da ändert der Pfad immer mehr die Richtung zum Daniel. Auf dem Sattel zwischen Upsspitze und Daniel angekommen zweigt der Weg zur Upsspitze im spitzen Winkel links ab und man ist in wenigen Gehminuten am Gipfel. Den Gipfel überschreitet man nach Westen und steigt ca. 20 Höhenmeter ab, bis der Startplatz sichtbar wird.

7.15.2 Für den Flieger

Startplatz Direkt vor dem Gipfel Startmöglichkeiten in Richtung Südosten. Die Verhältnisse müssen aber perfekt sein. Das Startgelände ist steil und kurz. Außerdem kommen hier auch noch im Spätherbst starke Ablösungen aus dem Kessel.

Einfacher und sicherer ist der Startplatz auf der Westseite, wenige Höhenmeter unter dem Gipfel. Eine kleine Bergwiese mit idealer Neigung. Der Startplatz ist nicht groß, bietet aber ausreichend Platz. Die Wiese ist in Richtung Süden ausgerichtet. Bei Wind aus SO bis SW sollte die Starttechnik beherrscht werden. Bei Ostwind liegt der Startplatz im Lee. Dieses Lee wird durch einen Grat verursacht, der sich von der Upsspitze in Richtung Süden zieht. Bei schlechten Windverhältnissen kann man von auch auf das westlich der Upsspitze gelegene Hebertaljoch absteigen.

Streckenflug und Soaring Thermisch sehr aktives Gelände entlang der Kette bis zur Kohlbergspitze. Auch im späten Herbst sind noch längere Thermikflüge möglich. Bei ausreichend Höhe kann auch ein Sprung an die Westseite der Zugspitze gelingen.

Landeplatz Der offizielle Landeplatz an der Grubigsteinbahn in Lermoos ist problemlos erreichbar. Der Landeplatz ist groß und mit einem Windsack auf einem kleinen Heustadel gekennzeichnet. Freie Wiesenflächen gibt es um Lermoos ebenfalls genügend.

Risiken Der Startplatz liegt bei Ostwind im Lee. Häufig kräftiger Talwind aus West. Bei starkem Talwind unbedingt über Grubigsteinbahn vorhalten. Langsames abachtern und leicht nach hinten versetzen lassen. Wenn möglich keine Vollkreise fliegen (starkes Versetzen).

Bei starkem Ostwind ab Höhe Stromleitung oft sehr turbulent. Starkes Steigen im Bereich des Landeplatzes. Höhe abbauen in Höhe Grubigsteinbahn und niederer Anflug auf den Landeplatz.

Beste Zeit Sobald es schneefrei ist und der Gipfelaufbau problemlos überschritten werden kann. Ab dem späten Frühjahr bis in den Herbst.

7.15.3 Karten

  • Kompass Karte 25, Ehrwald/Lermoos, 1:50 000.
  • Kompass Karte 4, Außerfern/Füssen, 1:50 000.

7.15.4 Hilfreiches und Familie

Klettern an den Seebenwänden. Von der Ehrwalder-Alm-Bahn Talstation nach rechts über den Wasserfall-Rundweg hinauf zum Klettersteig. Der Einstieg von Tirol Plaisir wird nach rechts über ein Geröllfeld erreicht. Alle anderen Routen befinden sich links unterhalb des Klettersteigs. Hierfür muss ein Bachbett überquert und ein Stück abgestiegen werden. Von der Talstation ca. 45 min. Steile Plattenklettereien im 6. - 8. Schwierigkeitsgrad. Sämtliche Routen sind perfekt mit Bohrhaken abgesichert. An den Ständen befinden sich Ketten. Aufgrund des plattigen Charakters erübrigt sich der Einsatz von Keilen und Friends.

7.15.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.16 Gehrenspitze (2367 m)

Traumtour mit herrlicher Gratwanderung und schönen Einkehrmöglichkeiten. Das Panorama, die Weit- und Tiefblicke sind fantastisch. Dazu ein wunderschönes Startgelände für Thermik- und Soaring. Für Streckenjäger die beste Möglichkeit im Oktober noch auf einen längeren Streckenflug entlang des Wettersteinmassivs. Die Familie kann eine schöne Wanderung bis auf die Sonnenterrasse von Wettersteinhütte oder Wangalm machen.

Schw SR AH HU Zeit AP
T3L2 SO S SW W 1220 1147 3 Parkplatz Stupfer, Gaistal

7.16.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Wettersteingebirge, Leutasch
Ausgangspunkt Parkplatz Stupfer im Gaistal (1220 m): 47°21’50.5”N, 11°06’20.7”E
Gipfel Gehrenspitze (2367 m): 47°23’12.2”N, 11°08’06.2”E
Startplatz Mittelsteile Wiese auf dem Weg zum Gipfel (2045 m): 47°23’03.8”N, 11°07’16.7”E
Landeplatz Auf Wiese im Tal (1210 m): 47°21’36.2”N, 11°07’39.3”E
3D-Visualisierung Gehrenspitze

Österreich, Gehrenspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Gehrenspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München - Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Autobahnende über die B 2 durch Garmisch bis Mittenwald. Über die Umgehungsstraße an Mittenwald vorbei und dann der Ausschilderung Mittenwald/Leutasch folgen. Nach der Ausfahrt rechts abbiegen und nach 500 Metern links Richtung Leutasch. Über die schmale Passstraße bis nach Platzl. Weiter über Klamm ins Gaistal und beim Parkplatz Stupfer (Parkplatz P2) das Auto abstellen.

Aufstieg Vom Parkplatz Salzbach folgt man der Beschilderung Wettersteinhütte-Wangalm und wandert entlang des Salzbaches nordwärts durch ein naturbelassenes Tal aufwärts. Weiter auf dem am Weg Nr. 41 zur Wettersteinhütte (1.717 m; Gehzeit 2 Std). Von der Hütte am Fahrweg wenige Meter abwärts und links aufwärts zur Wangalm (1.763 m). Über Almgelände nach Norden aufwärts in den Steingarten im Scharnitztal bis zu einen großen Felsblock mit zahlreichen Gedenktafeln. Bei der Weggabelung rechts halten, über ein Bächlein und schräg nach Südosten aufwärts auf das Scharnitzjoch (2048 m).

Vom Joch nach Süden am breiten Grasrücken aufwärts zur Erinnerungshütte und weiter am Rücken zu den ersten Felsansätzen vom Kirchl (2250 m). An der Südseite des felsigen Kammes die steilen Hänge ostwärts queren und die letzten Meter etwas steiler auf den Gipfel. Der Aufstieg bis zu den Startplätzen ist eine einfache Wanderung, nur der Anstieg auf den Gipfel ist etwas schwieriger.

7.16.2 Für den Flieger

Startplatz Bereits vom Parkplatz kann man das herrliche Startgelände erkennen. Von der Erinnerungshütte sind es nur noch wenige Minuten auf die ersten Möglichkeiten.

Vom Gipfel sieht man einen ideal geneigter Startplatz in Richtung OSO. Der Wiesenhang ist nicht sehr lang, reicht aber für einen gefahrlosen Start oder einen Startabbruch vollkommen aus.

Sollte sich der Wind gedreht haben und auf Südwest oder West schwenken, gibt es noch Optionen. An der Erinnerungshütte gibt es bereits gute Startmöglichkeiten in diese Richtungen. Aber auch auf dem Weg zwischen Erinnerungshütte und Gehrenspitze findet sich noch ein Startplatz in Richtung Südwesten.

Streckenflug und Soaring Im Herbst, wenn fast überall nicht mehr thermisch geflogen werden kann, geht häufig noch die gesamte Südseite des Wettersteinmassivs. Nach dem Start sofort die Thermik aus den von der Sonne beschienenen Ost- und Südosthängen nutzen und das gigantisch Panorama des Wettersteingebirges, der Mieminger Kette und des Zugspitzgebiets genießen. Mit ca. 2400 Hm kann man sich am Grat nach Norden von der Erinnerungshütte an die Wände des Schüsselkarmassivs versetzen lassen. Hier geht es normalerweise sehr zuverlässig.

Landeplatz Kein offiziellen Landeplatz im Leutaschtal, jedoch genügend freie Flächen im Tal. Gewöhnlich kommt der Talwind aus südöstlicher Richtung.

Risiken Leesituation beachten, wenn man zwischen Erinnerungshütte und Gipfel starten möchte. Bei einer Südlage kann der Wind im Startplatzbereich schnell auffrischen. Vorsicht bei föhniger Südströmung. Der Wind hat kaum Widerstand durch das Seefelder Plateau.

Beste Zeit Ideal ist der Herbst, da häufig noch sehr gute Thermik.

7.16.3 Karten

  • Kompass Karte 05 oder 07, Wetterstein - Werdenfelser Land mit Zugspitze, 1:35 000.
  • Alpenvereinskarte 4/3 Wetterstein- und Mieminger Gebirge Ost, Wanderkarte 1:25 000.

7.16.4 Hilfreiches und Familie

Ideale Wanderung mit der Familie auf die Wangalm oder Wettersteinalm. Auf der Sonnenterrasse lässt sich wunderbar das herrliche Panorama genießen.

Zwei idyllische Badeseen befinden sich unmittelbarer Nähe von Leutasch. Zum einen der etwa 15 Minuten oberhalb von Mösern gelegene Möserer See. Er liegt inmitten eines Waldes in einer mit Moränenschutt ausgepolsterten Felswanne. Der kleine, nur etwa 11 m tiefe See befindet sich auf 1292 m Seehöhe und bietet zwischen den Baumwipfeln einen tollen Blick auf die Berge.

7.16.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.17 Schneefernerkopf (2875 m)

Der Schneefernerkopf ist ein 2875 Meter hoher Gipfel im Zugspitzmassiv. Er liegt am westlichen Ende des Wettersteingebirges auf der Grenze zwischen Bayern und Tirol. Besonders von Ehrwald aus gesehen erscheint er als dominierender Berg des Wettersteins. Ein großartiger, hochalpiner Flugberg für September/Oktober. Im Sommer oft rasche Wolkenbildung. Stark dem Höhenwind ausgesetzt, deshalb immer die Windwerte auf 3000 Meter prüfen. Ein grandioses Erlebnis für den konditionsstarken Para-Alpinisten.

Schw SR AH HU Zeit AP
T4L3 SW 1108 1762 6 Talstation Ehrwalder Alm Bahn

7.17.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Wettersteingebirge, Garmisch-Partenkirchen, Ehrwald
Ausgangspunkt Parkplatz Ehrwalder Alm Bahn (1108 m): 47°23’14.8”N, 10°56’17.3”E
Startplatz Flache Schotterfläche unweit des Gipfels (2870 m): 47°24’41.7”N, 10°58’08.6”E
Landeplatz Auf Wiese im Tal (977 m): 47°23’55.1”N, 10°54’54.8”E
3D-Visualisierung Schneefernerkopf

Österreich, Schneefernerkopf, © OpenTopoMap

Österreich, Schneefernerkopf, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München - Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch. Hier auf der B 23 nach Ehrwald. Am nördlichen Ortseingang von Ehrwald der Beschilderung zur Tiroler Zugspitzbahn folgen und etwa 3,5 km bis zum Parkplatz.

Vom Inntal über Seefeld bis Garmisch-Partenkirchen, weiter nach Ehrwald und zur Talstation der Tiroler Zugspitzbahn. Alternativ über den Fernpass nach Ehrwald.

Aufstieg Der Schneefernerkopf wird in der leichtesten Variante vom Zugspitzplatt aus bestiegen. Dafür ist eine Auffahrt mit der Zugspitz Bahn oder der Tiroler Zugspitzbahn erforderlich. Von der Gipfelstation führt der Weg über die Reste des Schneeferners oder an ihm vorbei zur Schneefernerscharte. Hier befindet sich das Windloch, eine Verwitterungsformation mit Tiefblick nach Ehrwald. Zum Gipfel geht es über die Nordschulter auf Stufen und über einen mit Drahtseilen versicherten Steig, der den Anlagen des 2003 geschlossenen, aber nicht abgebauten Schneefernerkopf-Lifts folgt. Die gesamte Gehzeit beträgt knapp eine Stunde, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich.

Bei einem Start vom Tal ist die Talstation der Ehrwalder Alm Bahn der Ausgangspunkt. Oberhalb der Talstation beginnt der Wiesenweg zur Ehrwalder Alm. Ca. 20 m nach der Hinweistafel führt der Weg auf dem linken Wiesenweg zum Bach, vorbei an der Ganghofer Hütte dem Fahrweg zum Tirolerhaus, Berggasthof Ehrwalder Alm folgen. Nach 150 m zweigt der Weg links zum Haus Wettersteinwand ab, daran vorbei, hinauf zum Wald und zur Pestkapelle (1617 m). Durch einen Waldstreifen auf dem Max-Klotz-Steig, vorbei an der Hochfeldernalm (1732 m, bewirtschaftet) über Weiden und durch Latschen zum 1. Joch (Am Brand, 2120 m), den Steig leicht fallend zum Feldernjöchl (2041 m), Abzweigung zum Steinernen Hüttl. In nordöstlicher Richtung erst abfallend, dann steil ansteigend auf gesichertem Steig zum Gatterl (Staatsgrenze). Auf dem Plattsteig - vorbei an den Diensthütten der bayerischen Zollwache - zur Knorrhütte (2052 m bewirtschaftet). Auf mit Stangen bezeichnetem Weg über Geröll und Schneefelder in nordöstlicher Richtung auf markiertem und gesichertem Steig zum Zugspitzplatt. Ab dem Sonnalpin zum Gipfel, über die Nordschulter auf Stufen und über einen mit Drahtseilen versicherten Steig.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich.

7.17.2 Für den Flieger

Startplatz Der Wind sollte aus SW kommen und schwach sein. Ab 14 h nachmittags normalerweise ein guter Aufwind am Schneefernerkopf aus der großen Rinne der Neuen Welt. Der Wetterbericht sollte wenig bis keinen Wind in 3000 m melden, maximal 2 Beaufort.

Streckenflug und Soaring Alles ist möglich. Im Herbst die gesamte Wetterstein Südseite bis Mittenwald und zurück.

Landeplatz Kein offizieller Landeplatz, außer man nimmt den Landeplatz beim Grubigstein oder fliegt nach Garmisch-Partenkirchen zum Landeplatz vom Osterfelderkopf. Es sind jedoch genügend Wiesen rund um Ehrwald zu finden.

Risiken Hochalpines Gelände, langer Aufstieg. Flug vor einer gewaltigen Wand.

Beste Zeit Sicherlich ist der Herbst die beste Zeit. In den Sommermonaten häufig Quellbewölkung. Im Frühjahr schwieriger Aufstieg durch zu viel Schnee.

7.17.3 Karten

  • Kompass Karte 25, Zugspitze, Mieminger Kette 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte BY8 Wettersteingebirge - Zugspitze Wanderkarte 1:25 000.

7.17.4 Hilfreiches und Familie

Ehrwald ist wie die gesamte Zugspitzregion im Sommer wie im Winter eine tolle Gegend für Familien.

Jedes Jahr am Wochenende um den Johannistag (Sommersonnenwende, 21. Juni) wird die imposante Bergkulisse rund um den Talkessel Ehrwald-Lermoos-Biberwier im Rahmen der traditionellen Sonnwendfeuer durch das Auslegen von großen Figuren aus tausenden Brandsätzen zu einem spektakulären Erlebnis, das in seiner Art einzigartig ist.

Der reizvolle Wassererlebnisweg bietet ABwechslung für alle Kinder, die Lust auf Bewegung haben.

Als Abschluss einer Skitour führt vom Schneefernerkopf eine äußerst anspruchsvolle Skiabfahrt, die Neue Welt, über fast 2000 Höhenmeter nach Ehrwald. Sie ist sehr exponiert, bis 45 Grad steil und enthält eine Abseilstelle, die im Aufstieg mit UIAA III bewertet wird.

7.17.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.18 Hohe Munde - Ostgipfel (2590 m)

Die Hohe Munde ist von jeder Seite ein eindrucksvoller Berg mit ungewöhnlicher Form im Mieminger Gebirge. Als wuchtiges Bollwerk überragt die markante Hohe Munde das Inntal um mehr als 2000 Meter und prägt das Panorama der Mieminger Kette wie kaum ein anderer Berg in dieser Gegend. Im Winter wartet die Munde mit einer rassigen Skitour auf, im Sommer mit einem fordernden Hike & Fly. Die Familie kann locker bis auf die Rauthhütte mit und den Streckenflieger nach seinem Flug wieder im Inntal oder auf dem Seefelder Plateau einsammeln.

Schw SR AH HU Zeit AP
T3L3 O NO SO S SW 1200 1390 3 Leutasch-Buchen. Sessellift zur Rauthhütte

7.18.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Mieminger Gebirge, Leutasch-Buchen
Ausgangspunkt Parkplatz Rauthhütte, Leutasch Moos (1200 m): 47°20’06.0”N, 11°06’26.3”E
Gipfel Hohe Munde Ostgipfel (2590 m): 47°20’46.5”N, 11°04’53.1”E
Startplatz Flache steindurchsetzte Wiese am Gipfelaufbau (2590 m): 47°18’48.2”N, 11°05’39.7”E
Landeplatz Auf Wiese im Tal (630 m): 47°18’48.2”N, 11°05’39.7”E
3D-Visualisierung Hohe Munde

Österreich, Hohe Munde, © OpenTopoMap

Österreich, Hohe Munde, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 München-Garmisch und weiter auf der B 2 nach Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Autobahnende über die B 2 durch Garmisch bis Mittenwald. Über die Umgehungsstraße an Mittenwald vorbei und dann der Ausschilderung Mittenwald/Leutasch folgen. Nach der Ausfahrt rechts abbiegen und nach 500 Metern links Richtung Leutasch. Über die schmale Passstraße über Unterkirchen und Kirchplatz bis nach Platzl. In Leutasch/Platzl auf der Hauptstraße in Richtung Telfs weiter. 2 km auf der Ebene geradeaus, bis eine Beschilderung nach rechts zum Parkplatz der Rauthhütte weist.

Inntalautobahn, Ausfahrt Telfs-Ost, durch den Ortsteil Sagl Richtung Buchen (Interalpenhotel) und weiter bis Leutasch-Buchen.

Aufstieg Start ist Parkplatz Rauthhütte in Leutasch-Moos. Man folgt dem Weg rechts durch den Wald, bis dieser in den Weg von Obern zur Rauthhütte einmündet. Zunächst geht es über Weideflächen bis zum Zugspitzblick, bevor man einen Latschengürtel durchquert und anschließend schotteriges und alpines Gelände erreicht. Weiter geht es steil und felsdurchsetzt über den Ostrücken auf den Ostgipfel (2590 m). Über die Scharte geht es weiter zum Westgipfel.

7.18.2 Für den Flieger

Startplatz Unweit der Gipfelaufbauten auf dem Ostgipfel einen grasdurchsetzten Flecken mit passender Windrichtung suchen.

Streckenflug und Soaring Im Herbst geht häufig noch die gesamte Südseite des Inntals. Nach dem Start sofort die Thermik aus den von der Sonne beschienenen Ost- und Südosthängen nutzen und das gigantisch Panorama der Ötztaler, Stubaier und des Zugspitzgebiets genießen.

Landeplatz Wiesen unweit der Firma Liebherr in Telfs Ost (Moos). Alternativ auf den Wiesen im Leutaschtal.

Risiken Die Luftraumstruktur um Innsbruck ist komplex und sollte im Vorfeld gut studiert werden. Häufig schwappt bei einer Südlage auch der Wind über den Gipfel. Anfällig für Föhn, dann die Situation ganz genau prüfen.

Beste Zeit Ideal ist der Herbst, da häufig noch gute Thermik an den Südflanken des Inntals.

7.18.3 Karten

  • Kompass Karte 05 oder 07, Wetterstein - Werdenfelser Land mit Zugspitze, 1:35 000.
  • Alpenvereinskarte 4/3 Wetterstein- und Mieminger Gebirge Ost, Wanderkarte 1:25 000.

7.18.4 Hilfreiches und Familie

Auf einem sonnigen Hochplateau auf 1200 Metern Höhe liegt die Olympiaregion Seefeld auf einem nach Süden hin geöffneten Hochplateau umrahmt vom Naturpark Karwendel, dem Landschaftsschutzgebiet Wildmoos, dem mächtigen Wettersteingebirge und der Hohen Munde.

Ein echtes Naturerlebnis sind die zahlreichen Wanderrouten in der Region. Drei sternförmig angelegte Highlightwege treffen im Zentrum auf der neu errichteten Aussichtsplattform am Brunschkopf auf 1510 m zusammen.

Weitere interessante Möglichkeiten sind die Leutascher Geisterklamm oder der Lottensee. Diese bilden sich aus dem Nichts inmitten grüner Wiesen, Lärchen- und Birkenwäldern zwei Seen, der Wildmoossee und der Lottensee.

Drohnenaufnahme vom Gipfel der Hohen Munde.

Klettern an der Chinesischen Mauer - Armin in Shogun

7.18.5 Klettern an der Chinesischen Mauer in Tirol

Die Rundumsicht ist schlicht ein Tiroler Bergtraum und die Felsqualität vom feinsten. Von kurzen, athletischen Kraftmonstern bis hin zu langen, technischen Schleichereien ist das ganze Portfolio der Kletterkunst vertreten. Die meisten Routen spielen sich in den Graden ab 7a aufwärts ab und der Schwierigkeitsgrad ist nicht geschenkt. Es gibt auch leichteres, nur zahlenmäßig weniger. Die Qualität der Kletterrouten an der Chinesischen Mauer hingegen lässt an nichts zu wünschen übrig.

Lage Der Parkplatz zur Chinesischen Mauer liegt rund 10 km südwestlich von Mittenwald und etwa 10 km nördlich von Seefeld in Tirol im Hochtal Leutasch, die Felsen auf einer Höhe von rund 1250 m.

Anfahrt Von Leutasch sind es 10 km bis nach Puitbach (lediglich 4 Häuser, diese liegen westlich der Straße, ein großer gut sichtbarer Bauernhof). Östlich der Straße (Bushaltestelle) befindet sich der Parkplatz. Von Süden kommend erreicht man den Parkplatz über Inssbruck, den Zirler Berg und Seefeld.

Zustieg Vom Parkplatz ist die markante Felswand bereits gut zu erkennen. Am oben genannten Bauernhof vorbei und der Forststraße bis zum Weidegatter/Waldrand folgen. Vom Weidegatter geradeaus bzw. leicht linkshaltend und kurz bergauf dem Hohlweg folgen, bis dieser wieder leicht bergab in eine kleine Senke führt. Von hier links dem Pfad bergauf zum rechten/unteren Teil der Wand folgen. Zustiegszeit bis dort (Sektor Dodlwand) gut 20 Minuten. Bis zum obersten Sektor Dächer dem Wandverlauf für weitere 15 bis 20 Minuten folgen.

Felsart Wettersteinkalk in allen Ausprägungen: Vom dunkelgrauen Plattenkalk bis zu weißgelben Lochsequenzen, manchmal auch alles zusammen in einer Route.

Art der Kletterei Das Portfolio reicht von sehr kurzen und steilen Routen um die 10 Meter mit großen offenen Dellen (alles recht pumpig) über lange, leicht überhängende Ausdauerrouten (gut 30 Meter) an Leisten, Slopern und Löchern bis zu noch längeren (40 Meter) plattigen Steh- und Fingerkraftklettereien. Die Kletterei ist sehr abwechslungsreich.

Material Meist reicht ein 70-Meter-Seil. In einigen neueren Routen ist ein 80er-Strick notwendig.

Routenanzahl gut 170

Topo auf Climbers Paradise.

7.18.6 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.19 Christlumkopf (1758 m)

Der Christlumkopf am Achensee ist ein sanfter Aussichtsberg, der von Christlum in einer aussichtsreichen Wanderung auf unschwierigen Wegen erklommen werden kann. Schon ab dem ersten Drittel der Besteigung lässt sich ein schöner Ausblick auf den Achensee und die umliegende Karwendel-Nachbarschaft genießen. Der Liftbetrieb ist den ganzen Sommer über eingestellt. Das hat den Vorteil einen relativ ruhigen Flugberg anzutreffen. Eine Familienwanderung die keinen überfordern dürfte.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L1 O NO SO 942 816 2,5 Talstation Christlum, Achensee

7.19.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Karwendelgebirge, Achenkirch, Achensee
Ausgangspunkt Parkplatz Christlum Lifte (942 m): 47°30’47.2”N, 11°41’50.2”E
Startplatz Start am Gipfel auf flacher Wiese (1758 m): 47°30’12.4”N, 11°39’39.8”E
Landeplatz Wiese im Tal bei Achensee (940 m): 47°30’44.1”N, 11°42’00.8”E
3D-Visualisierung Christlumkopf

Österreich, Christlumkopf, © OpenTopoMap

Österreich, Christlumkopf, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 8 München - Salzburg. Ausfahrt Holzkirchen, auf der B 318 bis Tegernsee. Auf der B 307 Richtung Achenpass (von Bad Tölz kommend auf der B 13 bis Sylvensteinsee, anschließend ebenso auf der B 307). Weiter nach Achenkirch und in Richtung Christlum abbiegen. Der Ausschilderung zu den Christlum Hochalmliften folgen.

Aufstieg Vom Parkplatz bei der Lift-Talstation auf der Piste nach Süden gering ansteigend hinauf, rechts abdrehen, über eine Straße und gegen Westen, später Südwesten. Knapp über dem Wasserbecken auf eine Straße und auf ihr gegen Süden folgen. Weiter zum riesigen Gasthaus Christlumalm (1231 m).

Hier etwas links haltend ein kurzes Stück eben und zu den Talstationen eines Schlepplifts, einer Doppelsesselbahn und eines Cabrio-Flitzers. Zwischen zwei Schneefangzäunen in eine breite Mulde, die sich nach oben aufschwingt. Durch sie zur Bergstation des Cabrio-Flitzers und links haltend zum Gipfelrücken. Dort rechts abdrehen und die letzten Meter zum Kreuz.

7.19.2 Für den Flieger

Startplatz Ein Wiesenstartplatz bereits oberhalb der Lawinenverbauung ca. 10 Minuten unterhalb des Gipfels in Richtung SO oder direkt neben dem Gipfelkreuz in Richtung NO-SO.

Streckenflug und Soaring Durch die östliche Ausrichtung ist der Berg bereits am Vormittag zuverlässig aktiv.

Landeplatz Es gibt am Nordufer des Achensees keinen offiziellen Landeplatz. Ab Ende Mai findet man immer irgend eine gemähte Wiese, die man dafür nutzen kann.

Risiken Nicht zu spät starten, der einsetzende Talwind kann den Start schwierig gestalten.

Beste Zeit Idealerweise vor oder nach der Skisaison, wenn der Aufstieg schneefrei ist.

7.19.3 Karten

  • Kompass Karte 26, Karwendelgebirge, 1:50 000.
  • Kompass Karte 27, Karwendelgebirge, 1:50 000.

7.19.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.20 Rotwandlspitze (2191 m)

Die Rotwandlspitze liegt am südwestlichen Ende der Nördlichen Karwendelkette, die hier das bayrische Isartal im Westen vom österreichischen Karwendeltal im Südosten trennt. Die nächsten Ortschaften sind das zwei Kilometer südwestlich gelegene Scharnitz und nordwestlich Mittenwald. Für den Para-Alpinisten gibt es drei Startmöglichkeiten um die Rotwandlspitze. Das Gelände ist größtenteils mit Felsen durchsetzt, sollte den versierten Starter aber nicht überfordern. Durch die Auffahrt mit der Bahn dürften bergerfahrene Kinder am Mittenwalder Höhenweg ihren Spaß haben.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 NW SO 940 1251 3,5 Parkplatz an der Bundesstraße Mittenwald/Scharnitz

7.20.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Karwendelgebirge, Scharnitz
Ausgangspunkt Parkplatz Brunnstein Mittenwald/Scharnitz (940 m): 47°25’23.3”N, 11°15’32.1”E
Gipfel Kein Start am Gipfel der Rotwandlspitze (2191 m): 47°24’23.5”N, 11°17’18.6”E
Startplatz Mittelsteile, steindurchsetzte Wiese unterhalb der Tiroler Hütte (2153 m): 47°24’26.6”N, 11°17’25.1”E
Landeplatz Wiese im Tal bei Mittenwald/Scharnitz (940 m): 47°25’17.0”N, 11°15’33.3”E
3D-Visualisierung Rotwandlspitze

Österreich, Rotwandlspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Rotwandlspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 95 nach Eschenlohe. Weiter auf der B 2 über Garmisch-Partenkirchen nach Mittenwald. An Mittenwald vorbei Richtung Scharnitz bis zur Ausfahrt Mittenwald Süd. Die Ausfahrt liegen lassen und bei der nächsten Möglichkeit rechts in den Wanderparkplatz Brunnstein einbiegen und hier das Auto abstellen. Einige Meter weiter befinden sich rechts der Hauptstraße noch wenige Parkmöglichkeiten. Dort auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt beim Bahnübergang der Anstiegsweg.

Aus Richtung Innsbruck die Inntalautobahn A 12 in Zirl verlassen und über die B 177 in Richtung Seefeld und weiter nach Scharnitz.

Aufstieg Vom Wanderparkplatz Brunnstein der Bundesstraße einige Meter nach Süden Richtung Scharnitz folgen. Diese bei einem Bahnübergang überqueren. Nach dem Bahnübergang rechts in einen Wiesenweg einbiegen (gelber Wegweiser Brunnsteinhütte/Brunnsteinspitze). Nach wenigen Minuten macht der Wiesenweg bei einem Stadel einen Linksbogen und führt in einen lichten Bergwald.

Nach einer halben Stunde Gesamtgehzeit in ein Bachbett, rechtshaltend hinunter und auf der gegenüberliegenden Seite wieder verlassen. Knapp zehn Minuten später ein weiterer Wegweiser. Weiter rechts in Richtung Brunnsteinhütte. Durch schattigen Wald in vielen Serpentinen aufwärts. Nach knapp 2 h Stunden Gehzeit erreicht man die Brunnsteinhütte.

An der Hütte rechts abbiegen und weiter dem gelben Wegweiser Brunnsteinspitze folgen. In Serpentinen mühsam über Schotter zum Sattel links der Rotwandlspitze, dem sogennanten Brunnsteinanger. Nach gut fünf Minuten erreicht man die Tiroler Hütte in deren Umfeld sich genügend Startmöglichkeiten ergeben.

Rotwandlspitze und Brunnsteinspitze liegen unmittelbar nebeneinander. Die Höhere ohne Gipfelkreuz ist die Rotwandlspitze, die Niedrigere mit Gipfelkreuz ist die Brunnensteinspitze (2180 m).

7.20.2 Für den Flieger

Startplatz Es gibt drei Startmöglichkeiten um die Rotwandlspitze. Am Gipfel der Rotwandlspitze in Richtung O bis SO, unterhalb der Tiroler Hütte in Richtung SO und an der Nordseite in Richtung NW.

Alle Startplätze sind nicht schwer. Das Gelände ist jedoch mit Felsen durchsetzt und erfordert eine versierte Starttechnik.

Streckenflug und Soaring Ähnlich wie bei einem Start an der Westlichen Karwendelspitze ist ein Streckenflug entlang der Karwendel Nordkette möglich.

Landeplatz Eine gute Landemöglichkeit gib es am Ausgangspunkt. Eine lange Wiese neben der Straße ist ideal für die Landung nach einem schönen Flug.

Risiken Start auf Wiesenflecken und felsdurchsetztem Gelände. Düseneffekt mit verstärktem Talwind in Scharnitz. Einige Stromleitungen im Tal, die Aufmerksamkeit erfordern.

Beste Zeit Der Herbst mit einer schwachwindigen Lage ist ideal für einen entspannten Flug an der Rotwandlspitze.

7.20.3 Karten

  • Kompass Karte 26, Karwendel, 1:50 000.
  • Kompass Karte 05, Wetterstein, Zugspitzgebiet, 1:50 000.

7.20.4 Hilfreiches und Familie

Wie heißt es so schön aus einem Werbeprospekt: “Ein Familienurlaub in Tirol verspricht eine Auszeit vom Alltag und bietet den Rahmen für ein einzigartiges Erlebnis mit Ihrer Familie. Speziell auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt, warten neben Aktiv- und Erlebnisspielplätzen, liebevolle Themenwege und die Erlebniswelten Alpenbad Leutasch und das Sport- und Kongresszentrum Seefeld, auf ein Abenteuer. Darüber hinaus laden herrliche Badeseen zum Bootfahren und Plantschen ein. Das umfangreiche Sommerprogramm und die Vielfältigkeit des Kinderprogramms lassen keine Wünsche im Urlaub mit Kindern offen.”

7.20.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.21 Vorderunnütz (2078 m)

Der Rofan, ein kleines Gebirge östlich des Karwendel vereint alles was das Herz begehrt. Ein Spielplatz für Wanderer, Skitourengeher, Kletterer und Gleitschirmflieger. Ein einfacher Aufstieg über einen Forstweg zur Köglalm (1432 m) mündet in einen wunderbaren Steig, der den Blick nach Westen, Süden und Osten öffnet. Auf ca. 1740 m ein erster Startplatz nach Südosten. Beinahe am Gipfel der riesige Wiesenstartplatz nach Westen. Der perfekte und einfache Startplatz wird nach ca. 2,5 h vom Ausgangspunkt in Achenkirch erreicht. Thermik findet sich häufig gleich links vom Startplatz oder aber entlang der nördlichen Rippe. Streckenflugmöglichkeit gegeben, aber nicht ganz einfach nach Süden und Norden.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L1 NW SW W 940 1125 2,5 Am Beginn der Forststraße in Achensee, beim Wegweiser Kögl Alm - Unnütz

7.21.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Rofangebirge, Achenkirch, Ortsteil Achensee
Ausgangspunkt Kleiner Parkplatz Hotel Cordial (940 m): 47°30’32.5”N, 11°42’29.0”E
Gipfel Vorderunnütz (2078 m): 47°30’55.0“N, 11°44’19.0”E
Startplatz Flache Wiese unterhalb des Gipfels (2065 m): 47°30’54.5”N, 11°44’18.7”E
Landeplatz Wiese im Tal (930 m): 47°30’24.3”N, 11°42’19.3”E
3D-Visualisierung Vorderunnütz

Österreich, Vorderunnütz, © OpenTopoMap

Österreich, Vorderunnütz, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 8 München - Salzburg. Ausfahrt Holzkirchen, auf der B 318 bis Tegernsee. Danach auf der B 307 Richtung Achenpass (von Bad Tölz kommend auf der B 13 bis Sylvensteinsee, anschließend ebenso auf der B 307). Weiter nach Achenkirch bis zum Ortsteil Achensee an der Nordspitze des Achensees. Nach dem Tennisplatz des Hotel Cordial links abbiegen auf eine nicht asphaltierte Straße. Dort ein kleiner Parkplatz für 4-5 Autos. Alternativ einige Parkplätze in der Nähe des Hotels oder beim Fischerwirt (kostenpflichtig).

Aufstieg Vom Parkplatz auf der Forststraße ein kurzes Stück fast kerzengerade bergan bis es bei einer beschilderten Abzweigung (Kögl Alm - Unnütz) nach rechts flach weitergeht. Immer auf der Forststraße bleibend den Schildern Kögl Alm - Unnütz folgend, zieht man durch lichten Hochwald in vielen Kehren höher. Vorbei an mehreren Schneisen öffnet sich der Bergwald bald ganz und die Kögl Alm wird sichtbar. Der Weiterweg biegt in einer Rechtskurve beim Schilderturm (Unnütz) links ab. Immer den roten Markierungen folgen. Das Gelände wird zu einer flachen Wiesenfläche. Das letzte Stück bis zum Gipfelkreuz marschiert man über einen breiten Graskamm empor. Vom höchsten Punkt etwas absteigend auf der riesigen Wiese einen geeigneten Startplatz suchen.

Hinweis: Die Forststraße kann zu Beginn der Tour (nach ca. 1 km auf der Forststraße) vermieden werden. Die Abzweigung: Kögl Alm-Steig nehmen. Der Steig mündet oberhalb der Alm wieder in die beschriebene Route.

7.21.2 Für den Flieger

Startplatz Startrichtungen auf einer Wiese, unterhalb des Gipfelkreuzes nach SW, W, NW. Große, relativ flache Wiesenfläche. Genug Platz für mehrere Schirme neben- und hintereinander. Alternativer Startplatz nach Südost auf ca. 1740 m (mittelsteil, Latschen).

Besonderheiten: Bei Nordwind im Lee des nördlich vorgelagerten Grats. Dann häufig uneinheitlicher Wind oder Windstille. Dann Vorsicht beim Start und nicht den nördlichen Grat anfliegen. Zuerst Richtung Talmitte und anschließend um den Grat.

Streckenflug und Soaring Wind am Vormittag häufig aus Süden, Nachmittag aus Norden. Sowohl Streckenflug als auch Soaring möglich. Bei geeigneter Lage nach Norden zum Brauneck, nach Süden ins Inntal. Auf der Strecke nach Süden über das Inntal genau den Luftraum beachten. Wer nicht aufpasst ist schnell über den erlaubten 2600 m.

Landeplatz Offizielle Landeplätze nur in Maurach und Pertisau. Dorthin jedoch kein einfacher Streckenflug, keine Außenlandeplätze gegeben. Jedoch auch genügend Wiesen im Tal bei Achenkirch. Einverständnis einholen und nur auf abgemähten Wiesen landen. Bitte kein Parken auf der Straße, auf den Feldwegen oder in den Wiesen.

Risiken Bei Nordwind wechselnde Windverhältnisse am Startplatz durch den nördliche vorgelagerten Grat des Hochunnütz. Dann besser zunächst in Richtung Tal fliegen und dem nördlich vorgelagerten Grat umfliegen. Anschließend im Luv hochsoaren.

Beste Zeit Der Vorderunnütz spendet Thermik von März bis November. Beste Zeit für Hike & Fly im Herbst, bis der erste Schnee fällt. Durch die südseitige Aufstiegsrichtung im oberen Teil oft auch noch im November.

7.21.3 Karten

  • Kompass Karte 26, Karwendelgebirge, 1:50 000.
  • Kompass Karte 27, Achensee, 1:50 000.

7.21.4 Hilfreiches und Familie

Der erste Teil der Strecke über eine sehr gute Forststraße bis zur Kögl Alm lässt sich sehr gut mit dem Mountainbike bewältigen. Es ist eine mäßig steile bis mittelsteile Auffahrt (480 Hm).

Am Achensee gibt es zwei weitere mit der Bahn erreichbare Startplätze. Mit der Bahn von Maurach erreicht man den Startplatz unweit der Erfurther Hütte. Von Pertisau ist der 12er Kopf über eine Bahn erschlossen. Dort findet auch meist das Sicherheitstraining der Flugschule Achensee statt. Unvergesslich ist ein Abendsoaring bis in die Dunkelheit am 12er und Bärenkopf bei Nordwind.

7.21.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.22 Vorderes Sonnwendjoch (2224 m)

Klein und überschaubar ist das Rofan. Die Berggruppe zwischen Achensee und dem Inntal zeigt alles, was die Nordalpen auszeichnet, nur noch konzentrierter. Das Sonnwendjoch mit seiner exponierten Lage gewährt vom Gipfel einen hervorragenden Ausblick über das Unterinntal, die Zillertaler- und Kitzbüheler Alpen, der jedoch häufig durch Dunst im Inntal etwas getrübt ist. Der Gipfelbereich besteht aus einem großen, fast ebenen Bereich. Leider hat die Bahn von Kramsach den Betrieb eingestellt, sodass der landschaftlich einzigartige Weg vom Roßkopf aus über den Zireiner See, eine der schönsten Touren im östlichen Alpenbereich, zu weit ist. Das nach Süden ausgerichtete Startplateau lässt keine Wünsche offen für einen frühen Thermikeinstieg. Die nahe CTR des Flughafen Innsbruck ist zu beachten.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 S SW W 975 1249 3,5 Maurach, Talstation der Rofanbahn

7.22.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Rofangebirge und Brandenberger Alpen, Maurach
Ausgangspunkt Parkplatz Rofanseilbahn in Maurach (975 m): 47°25’28.5”N, 11°45’04.4”E
Ausgangspunkt Gipfelstation (1840 m): 47°35’08.9”N, 11°57’12.9”E
Gipfel Vorderes Sonnwendjoch (2224 m): 47°26’41.1”N, 11°47’31.9”E
Startplatz Flache Startwiese im Gipfelbereich (2220 m): 47°26’40.7”N, 11°48’04.6”E
Landeplatz Offiziell in Maurach (960 m): 47°25’23.6”N, 11°44’45.1”E
3D-Visualisierung Vorderes Sonnwendjoch

Österreich, Vorderes Sonnwendjoch, © OpenTopoMap

Österreich, Vorderes Sonnwendjoch, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 8 München - Salzburg bis Ausfahrt Holzkirchen. Weiter über Bad Tölz nach Lenggries und den Sylvensteinspeicher zum Achensee. Die Uferstraße entlang bis Maurach. Hier links zur ausgeschilderten Rofanseilbahn.

Alternativ auch über die A 8 München - Salzburg bis zum Tegernsee. Den Tegernsee entlang bis Kreuth und über den Achenpass zum Achensee.

Von Süden über die Inntalautobahn A 12 Ausfahrt Wiesing/Zillertal. Weiter über Eben nach Maurach. Dann rechts zur Seilbahn.

Aufstieg Von der Bergstation Rofan bzw. Erfurter Hütte in Nordost-Richtung über den Weg Nr. 401 bis kurz vor die Rofanspitze und weiter auf dm Weg Nr. 19 über den Sagzahn zum Vorderen Sonnwendjoch. Gehzeit ca. 2 h.

Alternativ von der Talstation Rofanbahn gerade aus nach Nordosten bis zum unteren Ende der Skipiste. Am rechten Rand der Piste entlang. Nach wenigen Minuten beginnt an einer Brücke der Steig zur Erfurter Hütte. Man quert den Bach und steigt auf gutem Zickzack-Weg durch dichten Wald, quert eine Forststraße und erreicht kurz nach einer Almhütte offenes Wiesengelände. In bequemer Steigung mehr oder weniger der Skipiste folgend in weitem Bogen nach Norden und über einen kurzen, steilen Aufschwung hinauf, wo man auf die Haupttrasse zwischen Erfurter Hütte-Gschöllkopf trifft.

7.22.2 Für den Flieger

Startplatz Große Startwiesen im Gipfelbereich, später steil abfallend. Startabbruch jederzeit möglich. Die Startrichtung bewegt sich von Süden bis Nordwesten. Wobei der W und NW Startplatz der schönste ist. Der Südstartplatz ist mit Steinen durchsetzt und bricht in eine Felswand ab. Wenige Höhenmeter unterhalb des Gipfels gibt es aber auch nach S eine schöne Startmöglichkeit.

Streckenflug und Soaring Ein Gleitflug südseitig um das Ebnerjoch zum Landeplatz in Maurach funktioniert bei schwachen Winden problemlos. Aussichtsreicher Flug hoch über dem Inntal. Streckenflug entlang der Nordkette des Karwendels nach Innsbruck und zurück. Kleines Dreieck zum Bärenkopf.

Landeplatz Offizielle Landeplatz in Maurach oder Pertisau.

Risiken Bei Nordwind ist das Vordere Sonnwendjoch kein geeigneter Flugberg. Dann besser gegenüber in Pertisau fliegen. Das gleiche gilt bei hoch reichendem Talwind aus dem Inntal, der einen Start wahrscheinlich unmöglich macht. Kontrollzone Innsbruck CTR beachten.

Beste Zeit Spätsommer und Herbst, aber auch das Frühjahr ist lohnend, wenn der Zustieg bereits schneefrei ist.

7.22.3 Karten

  • Kompass Karte 27, Achensee Rofan, 1:35 000.
  • Kompass Karte 28, Vorderes Zillertal-Rofan-Wildschönau, 1:50 000.

7.22.4 Hilfreiches und Familie

Halli Galli an der Erfurter Hütte, mit einigen Attraktionen. Alternativ eine Auffahrt mit der Bahn gegenüber in Pertisau. Wassersport mit Baden und Kiten am Achensee.

7.22.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.23 Hinteres Sonnwendjoch (1986 m)

Die Bergwanderung auf das Hintere Sonnwendjoch ist eine ideale Familientour. Sie ist kurz, einfach und der Gipfel ist nicht umsonst als grandioser Aussichtsberg bekannt. Einsam ist man hier allerdings selten. Ein schöner Wiesenstartplatz lädt zum Soaren und Toplanden ein. Nicht zu vergessen die Ackernalm: Auf den weiten Almflächen verbringen gut 300 Milchkühe den Sommer. Der selbst hergestellten Käse kann in der Almkäserei erworben werden.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L1 SO S 1343 567 1,5 Parkplatz Ackernalm, Schaukäserei

7.23.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Mangfallgebirge, Bayrischzell
Ausgangspunkt Parkplatz Ackernalm (1343 m): 47°35’08.9”N, 11°57’12.9”E
Gipfel Hinteres Sonnwendjoch (1986 m): 47°35’54.2”N, 11°56’58.2”E
Startplatz Flache Wiese westlich vom Gipfel (1910 m): 47°35’57.2”N, 11°56’44.2”E
Landeplatz Bei der Ackernalm (Hanglandung) oder auf einer Wiese im Ursprungtal (775 m): 47°35’28.1”N, 12°01’01.5”E
3D-Visualisierung Hinteres Sonnwendjoch

Österreich, Hinteres Sonnwendjoch, © OpenTopoMap

Österreich, Hinteres Sonnwendjoch, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 8 München - Salzburg bis Ausfahrt Weyarn, weiter auf der B 307 über Miesbach, am Schliersee vorbei und nach Bayrischzell. Nun nicht nach links zum Sudelfeld, sondern rechts ab Richtung Kufstein/Thiersee. Am Gasthaus Zipfelwirt vorbei, zum Ursprungpaß. Nun noch ca. 2,5 km weiter auf der Landstraße. An einer Mautstelle mit Schranke rechts abbiegen und auf der schmalen Bergstraße bis zur Ackernalm und am besten ganz hinauf zur Schaukäserei.

Aufstieg Der asphaltierte Weg führt in einer Kehre durch die kleine Almsiedlung, dann nach links hinüber und oberhalb der Kapelle vorbei. Bei der letzten Hütte mit einem kleinen Schild Valepp/Sonnwendjoch geht es bei einer Schranke hindurch und nun immer auf dem asphaltierten Almweg bergauf.

Bei den Steinkaseralmen gabelt sich die kleine Straße. Man nimmt den rechten, oberen Weg. Dann dreht der asphaltierte Almweg schon bald etwas nach rechts und zielt auf den Karkessel der Bärenbad Alm zu. Schon ein ganzes Stück bevor man den Karboden erreicht, zweigt ein steiler Steig rechts ab. Nun über die Wiese ein paar Meter recht steil hinauf und schon bald in mäßiger Steilheit nach rechts, also nach Südosten durch lichten Wald. Jetzt einfach immer auf dem Steig, der über Wiesen unter den Flanken des Sonnwendjoches quert und sich hinüberzieht bis beinahe unter den Gipfel. Links einige gute Startplätze. Nun durch die Gipfelflanke, weiter auf dem Steig, steil nach oben zum große Holzkreuz.

7.23.2 Für den Flieger

Startplatz Einen schönen Startplatz findet man wenige Gehminuten westlich vom Gipfel in Richtung Bärenjoch. Die Startrichtung ist SO-S.

Streckenflug und Soaring Soaring und Streckenflug gut möglich. Toplandung in der Wiese meist problemlos im Soaringwind.

Landeplatz Landemöglichkeit am Ursprungpass. Die Entfernung beträgt ca. 6,5 km und ist im Normalfall kein Problem. Wer im Sommer vom Hinteren Sonnwendjoch fliegt, muss in jedem Fall den Bayerischen Wind in die Flugplanung mit einbeziehen. Auch wenn der überregionale Wind von Süden kommt, der Bayerische Wind kommt von Norden und man fliegt folglich auf der Leeseite.

Notlandemöglichkeiten gibt es an der Ackernalm, dann weiter östlich an der Stallen Alm. Beide, besonders die Stallen Alm, sind aber anspruchsvoll zum Landen. Wer nach dem Schönfeldjoch in Richtung Norden im Talwind steht und nicht mehr vorwärts kommt kann zum Landen in Richtung Landl ausweichen. Gleitschirmpiloten die im Sommer vom Hinteren Sonnwendjoch fliegen, müssen sich mit den Talwindsystemen auskennen um den Startzeitpunkt richtig zu wählen, sonst kann der Flug zum Alptraum werden.

Landung an der Schaukäserei jedoch ebenfalls gut machbar. Vorsicht auf die vielen Wanderer.

Risiken Überschwappender Bayrischer Wind, der einen Start vereiteln kann. Landung am Ursprungspass nicht ganz einfach.

Beste Zeit Der Sommer und Herbst ist die beste Zeit um am Hinteren Sonnwendjoch zu fliegen. Wenn die Talwinde nur mehr schwach oder gar nicht mehr vorhanden sind und vielleicht thermisch noch was geht, kann man den Flug richtig genießen. Alle Wiesen und Felder sind landwirtschaftlich genutzt und es ist dementsprechende Rücksicht geboten.

7.23.3 Karten

  • Kompass Karte 8, Tegernsee, Schliersee, Wendelstein, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte BY16 Mangfallgebirge Ost Wanderkarte 1:25.000.

7.23.4 Hilfreiches und Familie

Weites Almgelände mit gemütlicher Einkehr. In der Nähe des Ausgangspunktes befindet sich der Berggasthof Ackernalm. Er ist privat bewirtschaftet von Anfang Mai bis Ende Oktober. Übernachtung im Zimmer und im Lager möglich. Brotzeit machen kann man außerdem bei der Schaukäserei direkt am Ausgangspunkt.

Die Mautstraße hinauf zur Ackernalm ist bereits eine beliebte Radstrecke. Man könnte dann noch die Tour bis kurz vor die Bärenbadalm fortsetzen (siehe Wegbeschreibung) und von hier zu Fuß auf den Gipfel gehen.

7.23.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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7.24 Taubenseehütte (1165 m)

Der Taubensee liegt auf 1138 m Höhe und ist damit einer der höchstgelegenen Seen Deutschlands. Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich läuft quer durch den See und tatsächlich kann man darin baden. Ein Startplatz fast direkt am See, ideales Gelände für Kinder. Wichtig ist allerdings auch hier, den Bayerischen Wind zu beachten. Was gegenüber am Unterberghorn dafür sorgt, dass auch Anfänger jede Menge Airtime sammeln können, kann hier den Start unmöglich machen. Der Bayrische Wind wird an thermischen Tagen regelmäßig so stark, dass der gesamte Felsriegel zwischen Kössen, Unterwössen und Schleching komplett überspült wird.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L1 SO S 820 380 1 Kleiner Wanderparkplatz oberhalb von Mühlberg (Kössen)

7.24.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Chiemgauer Alpen, Mühlberg, Kössen
Ausgangspunkt Mühlbergweg, Parkplatz Taubenseehütte (820 m): 47°40’54.6”N, 12°25’23.0”E
Hütte Taubensee Hütte (1165 m): 47°41’37.0”N, 12°25’12.1”E
Startplatz Kein Start am Gipfel. Unebene, zunehmend steilere Wiese (1200 m): 47°41’41.6”N, 12°25’23.4”E
Landeplatz Offiziell Kössen (600): 47°39’23.7”N, 12°25’11.7”E
3D Visualisierung Taubenseehütte

Österreich, Taubensee, © OpenTopoMap

Österreich, Taubenseehütte, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 8 München - Salzburg und dann auf der Inntalautobahn A 93 bis zur Ausfahrt Oberaudorf. Rechts Richtung Niederndorf/Walchsee und auf der B 172 bis Kössen. Beim ersten Kreisverkehr auf die B 176 Richtung Schleching einbiegen. Beim zweiten Kreisverkehr biegt man rechts ins Zentrum von Kössen ab. Die Dorfstraße macht hier einen Knick nach rechts, danach biegt man links (Schild Taubenseehütte) in den Mühlbergweg ab. Nun immer dem Mühlbergweg und den Schildern zur Taubenseehütte folgen. Auf der Fahrstraße ca. 4 km bis zu den letzten Bauernhöfen. Dort Parkplatz Taubenseehütte.

Aufstieg Immer der Beschilderung zur Taubenseehütte folgen. Einfache bis maximal mittelschwere Bergwanderung für die ganze Familie. Nur kurze Etappen über Forststraßen, ansonsten über sehr schöne, gut gekennzeichnete Wege und Steige.

7.24.2 Für den Flieger

Startplatz Grasige Kuppe südlich der Rauhen Nadel, die nach SO immer steiler abfällt. Unebene Wiese, aber hindernisfrei. Weidegebiet und deshalb Rücksicht auf die Almtiere.

Streckenflug und Soaring Wem der Einstieg in die Thermik am Unterberghorn schafft, dem sind keine Grenzen gesetzt.

Landeplatz Gemähte Wiesen rund um Kössen. Bis zum Landeplatz bei der Bergbahn in Kössen reicht es ohne Thermikunterstützung nicht.

Risiken An thermischen Tagen kann der Bayerische Wind einen Start vereiteln. Er überspült den Startplatz und man fliegt komplett im Lee. Am gefährlichsten ist jedoch die Fliegerbar am Unterberghorn, die schon so manchen hat “abstürzen” lassen.

Beste Zeit Ganzjährig möglich, solange der Schnee nicht zu hoch ist.

7.24.3 Karten

  • Kompass Karte 9, Kaiser Gebirge, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte Chiemgauer Alpen West, 1:25 000.

7.24.4 Hilfreiches und Familie

Im Sommer Badesachen nicht vergessen. Der Taubensee wird für einen Bergsee erstaunlich warm und lädt durchaus zum Schwimmen ein. Ein kleiner Kinderspielplatz mit Rutsche, Karussell und Sandkasten lässt auch bei den kleinsten Wanderern keine Langeweile aufkommen. Der Name Taubensee hat nichts mit den Vögeln zu tun, sondern ist nach den darin lebenden Steinkrebsen (umgangssprachlich Daubben) benannt. Da der See keinen natürlichen Zufluss oder Abfluss hat, wird er im Sommer bis zu 24 Grad warm. Er soll ca. 40 m tief sein. Die Bayerisch-Tirolerische Grenze führt mitten durch den See.

7.24.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.25 Hochkönig (2941 m)

Der Hochkönig ist der höchste Gipfel der Berchtesgadener Alpen. Die Aussicht vom Gipfelplateau über Tauerngebirge bis Watzmann und weit darüber hinaus ist überwältigend. Konditionsstarke Para-Alpinisten können die Tour auch an einem Tag angehen, auch wenn es ein langer Weg ist. Wem es dann doch zu viel ist, kann direkt am Gipfel im gemütlichen Matrashaus übernachten. Bei einem Start sollten die Bedingungen schon stimmen, da es nach flachem Anlauf direkt in die fast 800 Meter hohe Steilwand des Hochkönigs geht. Am Hochkönig und an der Torsäule kann man einige der schönsten Klettertouren der Ostalpen finden. Für die Familie ist die Mitterfeldalm ein leicht erreichbares Ziel wo man es gut aushalten kann.

Schw SR AH HU Zeit AP
T3L3 O SO S SW W 1502 1439 6 Parkplatz am Arthurhaus

7.25.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Berchtesgadener Alpen, Mühlbach am Hochkönig
Ausgangspunkt 1 Parkplatz am Arthurhaus (1502 m): 47°24’36.5”N, 13°07’44.6”E
Ausgangspunkt 2 Königsjodler Parkplatz an der Erichhütte (1540 m): 47°23’31.8”N, 13°02’53.4”E
Hütte Matrashaus (2941 m): 47°25’13.9”N, 13°03’44.5”E
Startplatz Start am Gipfel beim Matrashaus. Flach und steindurchsetzt über Felswand (2941 m): 47°25’13.9”N, 13°03’44.5”E
Landeplatz Auf Wiese beim Arthurhaus (1502): 47°24’36.4”N, 13°07’50.0”E
3D Visualisierung Hochkönig

Österreich, Hochkönig, © OpenTopoMap

Österreich, Hochkönig, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 8 München - Salzburg bis zur Ausfahrt Siegsdorf. Weiter nach Inzell und über den Steinpass nach Lofer. Von dort nach Saalfelden und über Maria Alm und Dienten am Hochkönig nach Mühlbach am Hochkönig. Über die Panoramastraße zum Arthurhaus.

Alternativ über die A10 Tauernautobahn bis zur Ausfahrt Bischofshofen. Neun km entlang der Bundesstraße ins Mühlbachtal und von dort über die Panoramastraße zum Arthurhaus.

Der Königsjodler startet am Parkplatz der Erichhütte. Erreichbar über die Panoramastraße.

Aufstieg Start am Arthurhaus, einem auch bei Familien beliebten Hotel mit vielen Tieren und Spielmöglichkeiten. Dem breiten, einfachen Forstweg zur “Mitterfeldalm 0:45 h” bzw. “Hochkönig 4-6 h” folgen.

Von der Mitterfeldalm durch die Gatter Richtung „Hochkönig, 5h“. Der Forstweg wird zum leichten Steig. Zur Rechten die markante Torsäule (ausgezeichneter Kletterberg) die unterhalb passiert wird. Etwas flacher, dann steiler und steiniger, und einige Steinstufen passieren bis zu einem Gletscherkessel.

Den guten Markierungen durch diese Mondlandschaft folgen. Bei Nebel sehr gut aufpassen, dass man auf dem Weg bleibt. Zwischenzeitlich sind kurze Ab- und Aufstiege zu überwinden. In der Nähe des Gipfelplateaus den Abzweig zur Ostpreussenhütte ignorieren und weiter Richtung Matrashaus.

Im finalen Anstieg zum Gipfelplateau gilt es noch drei kleine Eisenleitern zu überwinden.

Der Aufstieg über den Königsjodler Klettersteig (Schwierigkeit D) ist wegen der gewaltigen Dimensionen und anhaltenden Schwierigkeiten nur Para-Alpinisten mit absoluter Leichtausrüstung und genügend Klettererfahrung anzuraten.

7.25.2 Für den Flieger

Startplatz Steindurchsetzt und flach. Abrupt in eine Steilwand übergehend. Der Wind sollte eindeutig von vorne kommen. Nach dem Startlauf kein Abbruch mehr möglich.

Streckenflug und Soaring Der berühmte Pinzgauer Spaziergang Richtung SW ist nicht weit und lädt den Streckenflieger ein. Auch Richtung Süden winkt Gastein einladend. Im NO wartet das Tennengebirge mit dem berühmten Bischling. Aber allein der Flug über der gewaltigen Hochkönig Südwand ist ein grandioses Erlebnis.

Landeplatz Gemähte Wiesen rund um das Arthurhaus oder aber auf Wiesen nach einem Streckenflug im Tal.

Risiken Wind- und Wettersituation im Vorfeld genau prüfen. Der Hochkönig hüllt sich gerne in Wolken und ein Start ist dann nicht möglich. Abstieg dann am besten über den Aufstiegsweg. Der Abstieg durch das Birgkar ist heikel und im oberen Teil häufig sehr eisig.

Beste Zeit Ideal im Herbst bzw. im späten Frühjahr, wenn der Weg weitgehend schneefrei ist. Am Matrashaus ist etwas Restschnee hilfreich für den Start.

7.25.3 Karten

  • Kompass Karte 15, Tennengebirge, Hochkönig 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte 10/2 Hochkönig, Hagengebirge 1:25 000.

7.25.4 Hilfreiches und Familie

Die Mitterfeldalm liegt am Fuße des berühmten Hochkönigs und bietet ein großartiges Panorama. Und das obwohl man nur mal eine gute halbe Stunde zu ihr hinaufwandert. Damit ist sie ein ideales Ziel für Familien und Kinder. Spaß für die ganze Familie ist auf der 1,6 km langen Sommerrodelbahn am Biberg in Saalfelden vorprogrammiert. Mit der Seilbahn Kabinenbahn Karbachalm in Mühlbach gelangt man bequem und rasch zu Toni’s Almspielplatz. Dort oben lassen zahlreiche Spielstationen jedes Kinderherz höher schlagen. Im eigenen Wasser- und Sandspielplatz können die Kleinsten Ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

7.25.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

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Exkurs

Begehung der Route “Gloria Patri” am Hochkönig im Herbst 1992. Gloria Patri kommt aus dem lateinischen und bedeutet “Ehre sei dem Vater” (und dem Sohn und dem Heiligen Geist …)

In den Zeiten des Plaisier Kletterns ist es meist nicht mehr nötig Felshaken mitzuführen. Abgesehen von einigen Abenteuerrouten oder nicht sanierten, wenig begangenen Wegen. Auch mir erging es lange Zeit so. Über Jahre hinweg hatte ich es nicht nötig einen Felshaken zu schlagen: Mit etwas Erfahrung im Legen von Klemmkeile bin ich überall durchgekommen. In der “Gloria Patri” der Hochkönig Südwand war es dann doch einmal nötig einen Felshaken zu schlagen.

Eine Route von Albert Precht zu begehen stand schon lange auf unserer Wunschliste und ganz oben auf der Liste fand sich die Gloria Patri an der Hochkönig Südwand. 600 Meter bester Fels im Schwierigkeitsgrad 6+. Damals hatten die Routen von Albert Precht den Nimbus, spärlich gesichert und mit einer harten Bewertung versehen zu sein.

Zunächst ging es über den Dientner Weg einige Seillängen nach oben, wobei uns der stellenweise nasse Fels immer wieder volle Konzentration abforderte. Die Querung in die Gloria Patri bereitete uns dann sichtlich Mühe. Unübersichtlich war das Gelände, ohne Sicherungen und nicht so schwer, dass ein eindeutiger Weg gegeben war. In meinen spärlichen Erinnerungen kann ich mich an die Schlüsselseillänge kaum mehr erinnern. In ausgewaschenen Rillen ging es nach oben, kaum Haken, immer wieder ein schlechter Klemmkeil dazwischen. Der Fels war phantastisch, die Szenerie unglaublich eindrucksvoll, die Sicherungen zu spärlich für mein Nervenkostüm.

Die Rille wurde immer steiler und an den Rändern zunehmend runder, die letzte Sicherung acht Meter unter mir. Zwei Meter über mir jedoch sah ich etwas aus der Rille ragen: Ein verzweifelter Begeher hatte einen Hammerschaft in ein Loch getrieben (Anm.: Albert Precht ist bei der Erstbegehung der Hammer gebrochen) und verkeilt. Schnell eine Schlinge um den Schaft gelegt und erst mal das Nervenkostüm beruhigen. Die nächsten Meter zum Stand sahen noch einmal verdammt schwierig aus und in meiner Not richtete ich mich auf dem federnden Hammerschaft auf und konnte so den Mut aufbringen weiterzuklettern.

Weiter ging es immer wieder über Wasserrillen und haltlose Platten in eindrucksvoller Ausgesetztheit nach oben. Und wieder eine Wasserrille, nicht allzu steil, zu Beginn gut griffig. Nach 8 Metern ein Keil gelegt und weiter die zunehmend ungemütlicher werdende Rille nach oben. Wieder ein schlechter Keil nach 10 Metern, langsam wurde es zu einer Zitterpartie. Immer unruhiger und zurückhaltender wurden die Schritte nach oben und keine Sicherung in Sicht. Nach weiteren 10 Metern ging plötzlich gar nichts mehr. Der Blick nach unten auf Franz half auch nicht weiter. Wenigstens hatte er guten Stand an einer Sanduhr. Es musste eine Sicherung her, jetzt und sofort, doch kein Keil wollte in der Rille passen. Für solche Fälle hatten wir ein paar Haken mitgenommen. Unsicher in der Rinne stehend löste ich einen Haken aus dem Karabiner und steckte ihn in den einzig passenden Messerriss und hoffte, dass er halten würde. Welche Erleichterung, als der Haken in immer höher singendem Ton in den Riss drang. Damit war die erste gute Sicherung nach 30 Metern erreicht und der Weg an den Stand frei. Franz musste dann noch fünf Meter nachsteigen, damit ich den Stand erreichen konnte.

Den Rest der Route habe ich nur noch undeutlich in Erinnerung, einmal hatten wir noch einen Verhauer, der uns eine Stunde kostete, aber schließlich stiegen wir in den frühen Abendstunden glücklich und ziemlich platt aus. Doch das Matrashaus auf dem Hochkönig war nicht weit.

Die Gloria Patri ist eine der schönsten und eindrucksvollsten Kletterrouten in meiner Erinnerung. Inzwischen soll sie auch wesentlich besser gesichert sein. Empfehlenswert vom Einstieg bis zum Ende. Wie Albert Precht schon sagte: “Ein Gedicht in Fels”.

P.S. Die Klettertour wird mich immer an Franz S. erinnern, der 2004 auf tragische Weise ums Leben kam. So long Franzl.

7.26 Steinbergstein (2215 m)

In den Kitzbühler Alpen kann man ja fast von jedem Buckel fliegen. Der Steinbergstein zählt besonders im Winter zu den beliebteren Gipfelzielen im Windautal. Eine tolle Aussicht bis weit in die Zillertaler Alpen, sowie zur mächtigen Felsgestalt des Großen Rettensteins, mit dem Großvenediger rechts dahinter.

Der Steinbergstein mit seinen 2215 m hat einiges an Abwechslung zu bieten. Es erfordert allerdings ein wenig Kondition, den Gipfel zu erreichen. Der Aufstieg ist eine ruhige, aussichtsreiche Bergwanderung, die nicht durchgehend ausgeschildert oder markiert ist. Bereits beim Aufstieg findet man passende Startplätze und um den Gipfel herum kommt man beinahe in jede Richtung in die Luft.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L1 NO N SW 1050 1165 3 Rettenbach, Jagdhaus in der Hinteren Windau

7.26.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Kitzbüheler Alpen, Westendorf
Ausgangspunkt Rettenbach Mautstraße (1050 m): 47°20’28.8”N, 12°13’42.3”E
Gipfel Steinbergstein (2215 m): 47°20’29.8“N, 12°11’24.2”E
Startplatz Kein Start am Gipfel. Flache Wiese unterhalb (1900 m): 47°20’30.2”N, 12°11’24.0”E
Landeplatz Wiese im Tal (1050 m): 47°20’19.2”N, 12°13’36.7”E
3D-Visualisierung Steinbergstein

Österreich, Steinbergstein, © OpenTopoMap

Österreich, Steinbergstein, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 8 bis zum Inntaldreieck und weiter über die A 12 Inntalautobahn. Über Kufstein, Wörgl, ins Brixental und weiter nach Hopfgarten. Über Westendorf, in das Windautal nach Rettenbach. Von hier über eine Mautstraße noch ca. 2 km bis zum Ausgangspunkt. Dieser befindet sich am Anfang des Almgeländes an der kleinen Jagdhütte Ahornau. Westseitig der Straße gibt es eine schmale Brücke, über die Windauer Ache. Das Auto kann hier geparkt werden.

Aufstieg Am Forstweg in zahlreichen Kehren zur unteren Steinbergalm und entlang der Beschilderung zur Lagfeldenalm in den Steinberggraben. Auf einer Höhe von ca. 1400 m (etwas unterhalb der Niederkaralm) dreht der Weg nach Süden hinüber zur Lagfeldenalm (1668 m). Hier weist ein Schild und eine Markierung den Weiterweg zum Gipfel. Auf 1900 m ist bereits ein schöner Startplatz in Richtung ONO zu finden. Eine flache Bergwiese, die in Startrichtung immer steiler wird. Ein steiler Steig führt vorbei an einer frischen Quelle zum Gipfel. Etwa 60 Hm unter dem Gipfel gibt es einen guten Startplatz für die Windrichtungen N und NO.

7.26.2 Für den Flieger

Startplatz Einen einfachen Wiesenstartplatz nach ONO auf ca. 1900 m. Wiese unterhalb des Gipfelkreuzes auf ca. 2160 m. Weitere Startrichtung sind nach N, NO, SW in Gipfelnähe zu finden.

Streckenflug und Soaring Sowohl nach Süden in den Pinzgau als auch nach Norden zur Hohen Salve und an den Wilden Kaiser.

Landeplatz Kein offizieller Landeplatz, jedoch genügend Möglichkeiten auf gemähten Wiesen im Windautal. Idealerweise in der Nähe des Berggasthofes Steinberghaus.

Risiken Kräftige Talwinde am Nachmittag. Nachmittags Ablösungen am Südweststartplatz.

Beste Zeit Sobald schneefrei ab dem Frühjahr, bevorzugt jedoch im Herbst.

7.26.3 Karten

  • Kompass Karte 29, Kitzbüheler Alpen, 1:50 000.
  • Alpenvereinskarte Nr. 34/1, Kitzbüheler Alpen, 1:25 000.

7.26.4 Hilfreiches und Familie

Ein besonderes Highlight für die Familie ist die Kitzbüheler Alpen Sommer Card. Mit diesem Ticket kann man alle Lifte der Kitzbüheler Alpen (36 Sommerbahnen) benutzen und die Bergerlebniswelten erkunden. Das Moorstrandbad Kirchbichl - eines der ältesten Freibäder Tirols (errichtet 1933/1934) - lockt nicht nur mit den wärmsten Wassertemperaturen sondern auch mit seinem heilkräftigen Moor.

7.26.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.27 Lodron (1925 m)

Der Lodron in den Kitzbühlern ist einer der bekanntesten Skitourenberge dieser Gegend. Dementsprechend ist auch der Gleitschirmflieger hier gut aufgehoben. Der Gipfel ist starttechnisch der Wahnsinn, denn fast alle Himmelsrichtungen sind möglich. Am Gipfel steht eines der schönsten Gipfelkreuze der Region. Im Gasthaus Steinberg kann man sich gleich nach der Landung das wohlverdiente Bier schmecken lassen.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L1 O NO NW W 872 1053 3 Gasthaus Steinbergstein

7.27.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Kitzbüheler Berge, Westendorf
Ausgangspunkt Parkplatz beim Gasthof Steinberg (872 m): 47°22’10.4”N, 12°13’16.2”E
Gipfel Start am Gipfel auf flacher Wiese (1925 m): 47°21’47.6”N, 12°10’17.5”E
Landeplatz Auf Wiese im Tal (870 m): 47°22’14.6”N, 12°13’16.8”E
3D-Visualisierung Lodron

Österreich, Lodron, © OpenTopoMap

Österreich, Lodron, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A 8 und die Inntalautobahn Ausfahrt Wörgel. Die B 170 rechts ab (Beschilderung nach Westendorf). Weiter bergauf nach Westendorf. Bis zum Ortskern (kleine T-Kreuzung). Rechts ab und Richtung Windautal, Vorderwindau, Rettenbach bzw. Hinterwindau. Kurz nach dem Dorfzentrum Richtung Golfplatz. Am Fußballplatz vorbei und von hier aus der Straße ca. 7 km folgen bis zum Jägerhäusl. Noch 2 km und das Gasthaus Steinberg ist erreicht.

Aufstieg Direkt vom Gasthaus Steinberg Richtung Hipferer und auf einem Weg bis zur Walleralm. Weiter hinauf bis zur Unteren Steinbergalm und entlang der Beschilderung zur Unteren Lagfeldenalm. Danach über Almwiesen der rot-weißen Markierung bis zum Wiesboden. Als Variante kann man über den Grat in östlicher Richtung den Gipfel des Steinberges mitnehmen. Vom Wiesboden dem Grat in nord-westlicher Richtung bis zum Kreuz des Lodrons folgen.

7.27.2 Für den Flieger

Startplatz Typischer Kitzbüheler Wiesenstartplatz mit Startmöglichkeiten von W bis O. Nach W-NW in Richtung Kelchsau. Nach NO-O Richtung zurück zum Gasthaus Steinberg.

Streckenflug und Soaring Entlang der Rippe nach Süden und weiter in das Pinzgau. Dann steht einem das Pinzgauer Streckendorado offen. Der Rückweg ist jedoch nicht einfach.

Landeplatz Ausreichend Landemöglichkeiten auf gemähten Wiesen im Tal. Den offizielle Landplatz in Westendorf erreicht man nur mit thermischer Unterstützung.

Risiken Häufig stärkerer Talwind Düseneffekt im Tal.

Beste Zeit Sobald schneefrei, aber auch mit Schneeschuhen eine interessante Tour.

7.27.3 Karten

Kompass Karte 29, Kitzbüheler Alpen, 1:50 000.

7.27.4 Hilfreiches und Familie

Sommerbadevergnügen rund um die Hohe Salve. Zahlreiche Möglichkeiten in der Region: Erlebnisbad mit großer Saunaresidenz, Schwimmbad, Moorstrandbad und ein Badesee mit gigantischem Freizeitpark.

7.27.5 Bilder

7.28 Ruderhofspitze (3474 m)

Durch ihre geografische Dominanz mit guter Panoramasicht gehört sie zu den meist begangenen Bergen des Stubai. Bekannt ist sie als eine der besten Frühjahrsskitouren in Tirol. Allenfalls noch getoppt von der Route auf den Habicht. Allerdings ist es nicht einfach für uns Para-Alpinisten die richtige Strategie auszuwählen, um auf den Gipfel zu kommen. Mein Vorschlag ist es, über die Südseite von der Mutterbergalm gegen Ende der Skitourensaison zu versuchen. Die Route steigt fast 1800 Hm ohne längere Flachpassagen relativ direkt zum Gipfel der Ruderhofspitze an. Die Tour stellt wegen der sonnseitigen Lage hohe Anforderungen an die Kondition, oft ist es sehr heiß. Den richtigen Zeitpunkt zu erwischen ist nicht leicht. Es sollte noch hart gefroren sein, damit der Aufstieg zu Fuß erträglich ist. Meine Empfehlung heißt deshalb. Aufstieg mit Kurzski.

Schw SR AH HU Zeit AP
T4L4WS SO S SW 1750 1690 5 Mutterbergalm, Stubaier Gletscherbahn

7.28.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Stubaier Alpen, Neustift im Stubaital
Ausgangspunkt Parkplatz Talstation der Stubaier Gletscherbahn (1750 m): 47°00’38.2”N, 11°09’13.1”E
Startplatz Start auf flacher Firnfläche unterhalb des Gipfels (3474 m): 47°02’22.0”N, 11°08’35.2”E
Landeplatz Falbeson (1210 m): 47°02’54.4”N, 11°14’04.3”E
Landeplatz Offiziell am Elfer (970 m): 47°06’44.6”N, 11°18’55.5”E
3D-Visualisierung Ruderhofspitze

Österreich, Ruderhofspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Ruderhofspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Auf der Brennerautobahn bis zur Abfahrt Stubaital, dann nach Neustift im Stubaital und weiter nach Ranalt. Dort in Richtung Gletscherskigebiet und am Ende der Straße bei der Talstation der Gletscherbahn parken. Parkplatz Talstation der Stubaier Gletscherbahn - 1750 m.

Strategie Die Tour auf die Ruderhofspitze verlangt eine gute Vorbereitung. Zum einen was die Wahl der Aufstiegsroute betrifft und zum anderen muss das Wetter absolut passen. Ein Abstieg, wenn es keinen Flug zulässt erfordert zusätzliche Anstrengungen und Kondition. Generell ist eine hervorragende Kondition eine Grundvoraussetzung für diese Unternehmung.

Der Aufstieg gegen Ende der Skitourensaison hat den Vorteil relativ schnell und sicher den Gipfel zu erreichen. Trotzdem ist hochalpine Erfahrung unabdingbar. Kurzski ermöglichen einen schnellen Aufstieg und zur Not auch einen schnellen Abstieg. Wobei man nicht zu lange warten sollte mit der Entscheidung für einen Flug oder für eine Abfahrt. Die Lawinengefahr nimmt im Tagesverlauf zu und gegen 11:00 Uhr kann es häufig schon zu spät für die Steilstufe sein.

Für die Steilstufe können bei harten Bedingungen Steigeisen sehr angenehm sein. Fast immer werden die Ski dort getragen. In der Abfahrt ist es meist aufgefirnt und man kann die Steilstelle sicher fahren. Wobei die Steilheit dort ca. 40 Grad beträgt und auch den gestandenen Skifahrer erfordert.

Wenn die Bedingungen gut sind, wird man normalerweise nicht allein sein und Skitourengeher auf dem Anstieg treffen.

Ausrüstung: Kurzski, Steigeisen bei harten Bedingungen hilfreich. Pickel bzw. kleines Eisbeil normalerweise nicht nötig, häufig aber sehr hilfreich.

Aufstieg Vom letzten Parkplatz folgt man rechts der Piste (über den Bach; Fahrweg) über eine Steilstufe. Nach der Stufe kommt ein flaches Pistenstück. Dort zweigt man rechts ab und überquert den Bach (kl. Holzbrücke) und folgt dem Steig in Richtung Mutterberger See. Nach der zweiten Steilstufe kommt man in ein anfangs flaches Kar, dem sog. Ruderhof. Die erste steile Passage wird rechts umgangen (bei gutem Firn auch direkt möglich) und man gelangt nach einem Flachstück auf den Ruderhofferner. Dort weiter zur zweiten Engstelle, welche die steilste Passage der Tour ist und meistens am rechten Rand überschritten wird (oft zu Fuß, Skier tragen). Anschließend gelangt man wieder in flacheres Gelände. Man hält sich leicht links und trifft auf den Aufstiegsweg von der Franz-Senn-Hütte. Ab dort unschwierig bis zum Skidepot wenige Meter unter dem Gipfel. Dann über leichtes Blockwerk zum höchsten Punkt.

Alternativer Aufstieg: An der Abzweigung kurz unterhalb des Falbesoner Sees (Beschilderung) in Richtung Grawanggrubennieder (2280 m). Weiter über den Grawandferner und über eine Rinne die im Spätsommer sicherlich auch nicht leicht begehbar ist, auf den Ruderhofferner bis zum Gipfel. Für alle Aufstiegsvarianten ist hochalpine Erfahrung nötig.

7.28.2 Für den Flieger

Startplatz Die Startrichtung an der Ruderhofspitze ist Süd mit kleinen Abweichungen. Ist die Schneelage noch ausreichend, kann man vom Skidepot, also der Scharte östlich der Ruderhofspitze starten. Später im Jahr wenn hier kein Schnee mehr liegt, muss man einige Höhenmeter weiter unterhalb den Startplatz suchen.

Streckenflug und Soaring Der Flug wird bei guten thermischen Bedingungen genial. Die Südseite, südlich des Grawandgletschers in Richtung Gamslspitze heizt sich gut auf und garantiert guten Höhengewinn. Im Gegensatz zum Hochsommer wird die Basishöhe nicht ganz so hoch sein, jedoch sicher noch immer ausreichend für einen eindrücklichen Flug. Ein Streckenflug im Stubaital ist dann auch keine wirkliche Herausforderung mehr.

Landeplatz Der Landeplatz vom Elfer ist im Normalfall leicht zu erreichen. Falls es thermische Bedingungen hat, ist der Streckenflug im gesamten Stubaital eine kleine Aufgabe.

Es gibt aber auch schöne Landemöglichkeiten in Falbeson. Allerdings ist dies kein offizieller Landeplatz und deshalb wie immer. Umsicht und kurz gehaltene Wiesen nutzen.

Risiken Hochalpines Gelände, gewaltiger Aufstieg über 1800 Hm, komplex hinsichtlich der Jahreszeit. Lawinengefahr bei zeitlicher Erwärmung nicht unterschätzten. Talwinde im Mai teilweise schon sehr kräftig.

Beste Zeit Empfehlung ist gegen Ende der Skitourensaison im April/Mai. Entscheidend ist die Lawinengefahr und der Schneedeckenaufbau (harter Firn). In den Sommermonaten häufig Quellbewölkung. Im Herbst schwieriger Aufstieg durch Ausaperung und Steinschlag.

7.28.3 Karten

  • Kompass Karte 83, Stubaier Alpen 1:50 000.
  • Alpenverein Karte, 31/1 Stubaier Alpen, Hochstubai.

7.28.4 Hilfreiches und Familie

Die Familie kann sich derweil im Stubaital vergnügen. Der sicherlich erschöpfte Para-Alpinist ist zur Mittagszeit bereits zurück.

7.28.5 Bilder

Bilder in den Kaufprodukten

Bilder in den Kaufprodukten. Mich würde es freuen, wenn du die Kaufoptionen in Erwägung ziehst.

7.29 Wildspitze (3768 m)

Kann man die Wildspitze auch an einem Tag runter reißen? Klar geht das: Rein ins Auto, raus aus dem Auto, rein in den “Pitztalxpress” und durch die Röhre auf das Mittelbergjoch. Das ist Tourenplanung all jener, die in der Wildspitze vor allem den zweithöchsten Berg Österreichs sehen, den es unbedingt einmal im Bergsteigerleben zu besteigen gilt. Für mich persönlich ist die Wildspitze am schönsten im Rahmen der Venter Skirunde, wo sie praktisch das Sahnehäubchen am Ende einer wunderschönen Sktourenwoche ist. Aber auch für den Para-Alpinisten gibt sie ein lohnendes Ziel ab. Die Gratüberschreitung vom Süd- zum Nordgipfel mit ihrem überwältigendem Panorama ist dann das Highlight der Tour.

Schw SR AH HU Zeit AP
T4L4WS N NW W 1730 2035 5,5 Talstation Pitztalexpress in Mittelberg

7.29.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Ötztaler Alpen, Mittelberg im Pitztal
Ausgangspunkt Parkplatz Talstation der Pitztaler Gletscherbahn (1730 m): 46°57’32.6”N, 10°52’14.2”E
Gipfel Hauptgipfel Wildspitze (3768 m): 46°53’08.1”N, 10°52’02.4”E
Startplatz Flache Schneefläche am Nordgipfel (3765 m): 46°53’18.0”N, 10°52’19.2”E
Landeplatz Auf Wiese im Pitztal (1620 m): 46°58’37.7”N, 10°52’09.5”E
3D-Visualisierung Wildspitze

Österreich, Wildspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Wildspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Aus dem Inntal von Imst, bzw. der Ausfahrt Imst/Pitztal ins Pitztal und durch das komplette Tal bis zu den Parkplätzen bei der Talstation der Pitztaler Gletscherbahnen (1730 m).

Strategie Wenn die Bedingungen gut sind, wird man normalerweise nicht allein sein und Skitourengeher im späten Frühjahr auf dem Anstieg treffen.

Ausrüstung: Steigeisen, Pickel bzw. kleines Eisbeil häufig sehr hilfreich. Seilsicherung über den Gletscher, auch wenn es harmlos aussieht.

Aufstieg Drei empfehlenswerte Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich an.

Für ungeduldige, die den Flug als erste Priorität sehen ist der Aufstieg mit dem Pitztalexpress auf 2840 m die erste Wahl. Von der Bergstation des Pitztalexpress im Schutt bergab ins Gletscherbecken und dann immer südwärts über Schutt, Schnee und Gletscher im Bereich des Gletscherskigebiets zum Mittelbergjoch. Südseitig hinab zum Taschachferner und auf diesem - meist gespurt - an großen Spalten vorbei Richtung Mitterkarjoch. Weiter auf den Hauptgipfel und über den Verbindungsgrat zum Nordgipfel (20 Minuten). Je nach Verhältnissen - mehr oder weniger eine scharfe Firnschneide.

Der sportfliche Aufstieg aus dem Ötztal von Vent über die Bresslauer Hütte, Mitterkarjoch und weiter auf den Gipfel. Der Aufstieg zum Mitterkarjoch über einen kurzen Klettersteig. Bei Vereisung Sicherung empfehlenswert.

Der landschaftlich schönste Anstieg führt über das Taschachhaus zum Mitterkarjoch und weiter auf den Gipfel. Man hat einen herrlichen Ausblick auf den Pitztalexpress, der die Nordwände von Taschachspitze, Petersenspitze, Brochkogel und Wildspitze Nordwand aneinanderreiht.

Vom Parkplatz in Mittelberg (1720 m) folgt man den gelben Wegschildern Richtung Taschachhaus und überquert eine Holzbrücke. Kurz darauf folg die Taschachalm (1796 m). Von dort links hinunter zum Bach (der Weg rechts führt zum Riffelsee). Nach Überquerung des Baches immer der Almstraße folgen, bis das Ende der Fahrmöglichkeiten bei der Talstation der Materialseilbahn (2042 m) erreicht wird. Dem Wanderweg folgen und an dessen Ende über eine Holzbrücke über den Taschachbach. Weiter entlang der Gletschermoräne zur Hütte (2343 m, 2,5 h).

Vom Taschachhaus in ca. 1 h südöstlich zum Taschachferner. Man überquert auf einer Höhe von ca. 2600 m spaltenfrei den Gletscher. Der weitere Weg führt über die nördliche Seitenmoräne bis kurz hinter den Eissee auf 3019 m. Auf dem aperen Gletscher steigt man in Richtung Osten bis unterhalb des Mittelbergjochs auf ca. 3100 m auf. Weiter nach Süden im flachen Firngelände der Spur folgend bis unter den Brochkogel. In einem weiten Linksbogen geht es durch Firngelände bis unter das Mitterkarjoch. In Richtung Osten geht es über den Westgrat steil bis zum Gipfelgrat der Wildspitze. Leichtes Blockgelände bis zum Gipfel. Bei Vereisung teilweise heikel. Weiter über den Grat zum Nordgipfel (20 Minuten).

Für alle Aufstiegsvarianten ist hochalpine Erfahrung nötig.

7.29.2 Für den Flieger

Startplatz Ein erster Startplatz auf der Schulter ca. 100 Hm unterhalb des Hauptgipfels in Richtung NW zu finden.

Der schönste Startplatz findet sich auf dem 3765 m hohen Nordgipfel. Der Startplatz ist ausreichend groß, lang und erlaubt einen Startabbruch. Ideal bei Wind aus Nordwesten.

Streckenflug und Soaring Je nachdem, von wo aufgestiegen wurde bietet sich folgende Flugrichtung an. Der Flug ins Pitztal führt in Richtung Taschachhaus und dann durch das Taschachtal bis nach Mittelberg. Im Taschachtal gibt es ausreichend Notlandemöglichkeiten, allerdings mit Felsblöcken durchsetzt.

Der Flug nach Süden zurück nach Vent geht zuerst in östliche Richtung auf die Südseite der Wildspitze. Bei guten Bedingungen kann in der Südseite Thermik gefunden werden.

Landeplatz Eine schöne Landewiese findet man nördlich von Tieflehn.

Risiken Hochalpines Gelände, Talwinde im Mai teilweise schon sehr kräftig. Sehr viele Liftkabel und Stromleitungen im Tal.

Beste Zeit Empfehlung ist gegen Ende der Skitourensaison im April/Mai bei hartem Firn. In den Sommermonaten häufig Quellbewölkung. Im Herbst schwieriger Aufstieg durch Ausaperung, Spalten und Steinschlag.

7.29.3 Karten

  • Kompass-Karte 042, Inneres Ötztal und Pitztal 1:25 000.
  • Alpenvereinskarte 30/6, Ötztaler Alpen – Wildspitze 1:25 000.

7.29.4 Hilfreiches und Familie

Die Familie kann sich derweil im Pitztal vergnügen. Der sicherlich erschöpfte Para-Alpinist ist zur Mittagszeit bereits zurück.

7.29.5 Bilder

7.30 Staller Sattel - Entwurf (2500 m)

Der 2052 Meter hohe Pass bildet nicht nur eine Verbindung zwischen dem Defereggen- und dem Antholzertal, sondern auch die Grenze zwischen Österreich und Italien. Darüber hinaus ist er als Startplatzalternative zur Grente eine Überlegung wert. Alois Reisinger hat es im Juli 2020 mit einem 304 km Dreieck gezeigt. Über das Defreggental ist der Sattel immer erreichbar. Von der italienischen Seite eine einspurig befahrbare Straße. Die Familie kann eine entspannte Wanderung um den Obersee in tollem Panorama genießen.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 SO S SW 2020 480 1,5 Parkplatz Staller Sattel am Obersee

7.30.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Hohe Tauern, Staller Sattel
Ausgangspunkt Parkplatz am Staller Sattel (2020 m): 46°53’19.5”N, 12°12’17.2”E
Startplatz Kein Start am Gipfel. Start auf steindurchsetzte Wiese (2500 m): 46°54’04.2”N, 12°11’59.3”E
Landeplatz Auf Wiese in der Nähe des Biathlonstadions (1660 m): 46°52’56.2”N, 12°09’05.4”E
3D-Visualisierung Staller Sattel

Österreich, Staller Sattel, © OpenTopoMap

Österreich, Staller Sattel, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von Norden über Kitzbühel und den Pass Thurn nach Mittersill. Weiter durch den Felbertauerntunnel nach Matrei in Richtung Lienz. Bei Huben nach rechts abbiegen ins Defereggental. Weiter über St. Jakob nach Mariahilf zum Staller Sattel. Parken am südwestlichen Ende des Obersees.

Alternativ über die italienischer Seite. Dort besteht aufgrund der geringen Straßenbreite eine Einbahnregelung sowie ein Verkehrsverbot für Wohnwagen und Busse. Die Fahrt von der Passhöhe nach Westen ist jeweils von der 1. bis zur 15. Minute, die Fahrt vom Antholzer See (Italien) in Richtung Österreich von der 31. bis zur 45. Minute der Stunde möglich. Eine entsprechende Regelung durch Ampeln besteht.

Aufstieg Vom Parkplatz an der Passstraße dem Wanderweg Jägerscharte/Almerhorn folgen. Nach gut einer Stunde teils weglos aufsteigen, bis die ideale Startmöglichkeit ca. 500 Meter oberhalb des Obersees erreicht ist.

7.30.2 Für den Flieger

Startplatz Ein mäßig steiler Startplatz ca. 500 Hm über dem Staller Sattel sollte keinen Streckenflieger überfordern. Startrichtung ist SO. Extrem früher Startzeitpunkt möglich. Es geht teilweise schon ab 09:00 Uhr.

Streckenflug und Soaring Die Alternative zur Grente, wenn man den Aufstieg verkürzen möchte. Alois Reisinger hat im Juli 2020 gezeigt, dass über 300 km möglich sind. Grandioses Ambiente und herausragende Szenerie mit Basis bereits am Morgen über 3000 Meter.

Landeplatz Wenn das Grentedreieck geflogen wird kommt man evtl. spät zurück in das Antholzer Tal. Dann auf einer Wiese unweit des Biathlonstadions landen. Solle man östlich des Defreggentals bleiben Landemöglichkeiten in Huben bzw. Kals bei der Adlerlounge.

Risiken Überschaubares hochalpines Gelände. Durch die Nähe zur Passstraße nicht herausfordernd.

Beste Zeit Frühjahr bis in den Herbst. Ideal als Alternative für das große Grentedreieck.

7.30.3 Karten

  • Kompass Karte 45, Defereggental, Villgratental 1:50 000.

7.30.4 Hilfreiches und Familie

Hier befindet sich auch der geheimnisvolle und bis heute noch nicht gänzlich erforschte Obersee, der mit einer regelrechten Sensation aufwarten kann. Vor ein paar Jahren wurde hier nämlich der höchst gelegene Schiffsfund in ganz Europa gemacht. Spekulationen darüber gab es schon länger, aber 1999 brachte eine wissenschaftliche Tauchexpedition letztendlich die Gewissheit, dass der Bergsee schon vor über 1.000 Jahren befischt worden ist. In einer Tiefe von etwa zehn Metern liegt heute noch ein gut erhaltener, 3 m langer Einbaum, der Untersuchungen der Uni Innsbruck zufolge eindeutig aus dieser Region stammen muss.

Im Winter ist der Obersee am Staller Sattel ein beliebtes Ausflugsziel. Eine etwa 5 km lange Loipe führt rund um den See. Und eine Rodelbahn mit Fußmarsch von 1,5 h ab Antholzer See, führt vom Staller Sattel hinab zum Antholzer See.

7.30.5 Bilder

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7.31 Brentenjoch - Entwurf (2000 m)

Wie heißt es in einem bekannten Märchen der Brüder Grimm: „Sieben auf einen Streich geschlagen“. Ganz so tapfer muss der Flieger auf der nördlichen Talseite des Tannheimer Tals nicht sein, um zu einem wunderbaren Flugberg zu kommen. Trotzdem lassen sich drei Startmöglichkeiten in einer schönen Wanderung vereinen. Füssener Jöchle, Brentenjoch und Aggenstein sind vom Parkplatz der Bad Kissinger Hütte erreichbar. Sicherlich ist das Brentenjoch die schönste Startmöglichkeit. Von hier sind im Herbst noch schöne Streckenflüge entlang der Kletterberge des Tannheimer Tals möglich. Die Familie ist entweder gleich im nicht allzulangen Aufstieg dabei oder aber nimmt die Bahn auf das Füssener Jöchle und wandert zum Brentenjoch. Ein toller Ausblick nach Norden und Süden runden diese wunderbare Tour ab.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 SO S SW 1160 750 2,5 Parkplatz Bad Kissinger Hütte

7.31.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tannheimer Tal, Tannheimer Berge, Enge
Ausgangspunkt Parkplatz Bad Kissinger Hütte (1160 m): 47°30’54.7”N, 10°33’19.9”E
Startplatz Start unweit des Gipfels auf Wiese (2000): 47°31’55.8”N, 10°34’55.8”E
Landeplatz Auf Wiese in der Nähe des Parkplatzes (1150 m): 47°30’51.0”N, 10°33’17.1”E
Landeplatz Offizieller Landeplatz am Neunerköpfle (1100 m): 47°29’59.6”N, 10°31’30.9”E
Landeplatz Offizieller Landeplatz am Breitenberg bei einem Flug nach Norden (860 m): 47°33’45.1”N, 10°34’20.7”E
3D-Visualisierung Brentenjoch

Österreich, Brentenjoch, © OpenTopoMap

Österreich, Brentenjoch, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von Norden über Pfronten/Steinach durch das Engetal Richtung Tannheimer Tal. Großer Parkplatz der Bad Kissinger Hütte links der Straße bei dem Weiler Enge. Alternativ von Osten über Reutte und Gaichtpass in das Tannheimer Tal. In Grän rechts Richtung Pfronten auf den Parkplatz beim Weiler Enge.

Ausgangspunkt ist der große Wanderparkplatz Grän-Enge (1150 m).

Aufstieg Vom Parkplatz folgt man dem Weg zum Aggenstein Richtung Bad Kissinger Hütte. Dem gut ausgeschilderten Weg zu einem Geländerücken am Rand des Hochwalds. Hier zweigt der Weg rechts ab zur kleinen Sebenalpe (1620 m). Weiter ansteigen in das Vilser Jöchl (1718 m). An den ersten Köpfen rechts vorbei, dann über den glatten, freien Südrücken auf Gras und Geröll zum Brentenjoch auf 2000 m. Auf dem Weg zum Gipfel sieht man bereits zahlreiche Startmöglichkeiten.

7.31.2 Für den Flieger

Startplatz Mittelsteile Wiesenstartplätze mit Startrichtung S, SW, SO. Startabbruch möglich. Ideal bei S und SO Wind. Ost geht am Rücken ebenfalls noch. Im Herbst noch Thermik bei leichter Südlage. Am Aggenstein steilere Wiese unweit der Hütte nach S.

Streckenflug und Soaring Sehr schöner Streckenflug im Herbst entlang der Tannheimer Kette, vorbei an Rote Flüh, Hochwiesler, Köllespitze bis zum Gaichtpass und zurück. Im Sommer kaum möglich durch den Bayerischen Wind, der über das Brentenjoch drückt. Wenn man nicht über Grat fliegen kann starkes Lee auf den Südflanken.

Landeplatz Landemöglichkeiten unterhalb des Parkplatzes auf gemähter Wiese oder aber auf dem offiziellen Landeplatz am Neunerköpfle. Bei einem Flug nach Norden den offiziellen Landeplatz am Breitenberg nutzen. Der Wind weht häufig schwach aus West oder Ost. Das hängt ein wenig davon ab, wie der überregionale Wind kommt. Häufig weht der Wind von Norden aus der Enge.

Risiken Bei Westwind Leesituation durch den westlich vorgelagerten Gratverlauf. Vorsicht bei Föhnlage. Im Frühjahr und Sommer drückt sehr schnell der Wind über den Grat. Stromleitungen im Tal über der Wiese am Parkplatz. Diese sind gut sichtbar und sollten bei etwas Aufmerksamkeit kein Problem sein. Ansonsten weitgehend unproblematisch zu befliegen.

Beste Zeit Sicherlich ist das Frühjahr, Herbst und der frühe Winter die beste Zeit, wenn der Bayerische Wind aus Norden nicht über den Grat drückt und aus den Südseiten Thermik zu finden ist. Dann wunderbarer Flug entlang der Kletterberge des Tannheimer Tals möglich.

7.31.3 Karten

  • Kompass Karte 04, Tannheimer Tal 1:35 000.
  • Alpenvereinskarte BY5 Tannheimer Berge Wanderkarte 1:25 000.

7.31.4 Hilfreiches und Familie

Die bequemste Variante auf das Brentenjoch ist die Auffahrt mit der Gondelbahn von Grän auf das Füssener Jöchle. Damit spart man sich 600 Hm Aufstieg. Von der Bergstation führt der Tannheimer Höhenweg vorbei an der Sebenalpe zur Bad Kissinger Hütte. Verzichtet man auf den Abstecher zum Brentenjoch, ist die Tour ideal für Kinder.

https://www.dhv-xc.de/leonardo/index.php?op=show_flight&flightID=1327649 https://www.monikaegger.at/l/yoga-vibes-brentenjoch/

7.31.5 Bilder

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7.32 Klimmspitze - Entwurf (2464 m)

Die Klimmspitze zählt mit ihren 2464 m zu den niedrigsten Gipfeln der mächtigen Hornbachkette. Ihre exklusive Lage an erster Stelle der Berggruppe sorgt jedoch für ein traumhaftes Gipfelpanorama. Die formschöne Klimmspitze wird im Sommer eher selten besucht, obwohl ein gut markierter Steig ohne Probleme zum Gipfel führt. 1500 Hm durch Latschen, Schutt und weglose Schrofen ohne Einkehrmöglichkeit oder Aufstiegshilfe sind für die meisten doch zu viel der Mühe. Deswegen ist man an diesem Berg im Sommer meist allein. Im Winter ist die Klimmspitze eine begehrte Skitour bei der es wichtig ist, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Meist ist der untere Teil bereits ausgeapert und dann sind die Ski 200 Hm zu tragen.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 SO S SW 970 1180 4 Naturparkhaus Klimmer Brücke

7.32.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Allgäuer Alpen, Elmen
Ausgangspunkt Naturparkhaus Klimmer Brücke (970 m): 47°20’06.4”N, 10°32’10.8”E
Gipfel Kein Start am Gipfel (2464 m): 47°21’05.8”N, 10°30’22.9”E
Startplatz Felsdurchsetzte Wiese auf dem Südrücken (2150 m): 47°20’53.5”N, 10°30’21.2”E
Landeplatz Auf gemähter Wiese unweit des Parkplatzes (970 m): 47°20’03.2”N, 10°32’11.1”E
3D-Visualisierung Klimmspitze

Österreich, Klimmspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Klimmspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Aus Norden nach Reutte auf der B 198 in das Lechtal abbiegen. Nach der Ortschaft Elmen rechts zur bereits sichtbaren hölzernen Klimmbrücke abbiegen und dort parken.

Von Süden über das Hahntenjoch (Wintersperre beachten), oder von Westen über den Hochtannbergpass auf der B 198 in das Lechtal fahren. Dann einige hundert Meter vor der Ortschaft Elmen links zur hölzernen Klimmbrücke abbiegen und dort parken.

Aufstieg Vom Parkplatz über die Lechbrücke und an der nächsten Kreuzung links bis zu den Häusern. Durch die Häuser hindurch und auf einem Steig zu Forstweg. Den Forstweg queren und in lichtem Hochwald ansteigen, bis der Steig den Wald verlässt und sich nun die nächsten ca. 2 h durch ein Gestrüpp aus Latschen in unzähligen kleinen Kehren, Die nächsten 2 h mühsam ansteigen bis zum Ende der Latschenregion. Nach verlassen der Latschenregion dreht der Steig nach rechts, über grobes Blockwerk in Richtung einer an eine Felswand angrenzenden Schutthalde. Über Schutt zur Felswand und entlang der Grenze zwischen Fels und Schotter ansteigen bis die Markierungen nach rechts zum begrünten Grat leiten. Auf dem Gratrücken einen geeigneten Startplatz suchen. Wer zum Gipfel geht folgt dem Grat weiter, bis in felsigem Gelände mehrere leichte Kletterstellen folgen. Über Felsbänder bis zum Gipfel.

7.32.2 Für den Flieger

Startplatz Steindurchsetzte Wiesenstartplätze mit Startrichtung S, SW, SO. Startabruch ist möglich.

Streckenflug und Soaring Sehr schöner Streckenflug im Herbst entlang der Kette Wasserfallkarspitze, Bretterspitze.

Landeplatz Landemöglichkeiten unweit des Autos. Der Wind kommt wie überall im Lechtal meist aus Norden.

Risiken Der lange Aufstieg zehrt an den Kräften.

Beste Zeit Der Aufstieg zur Klimmspitze apert durch die Südexposition besonders im unteren Teil sehr schnell aus. Allerdings hält sich der Schnee über 1500 Meter sehr lang, was im Frühjahr bei sumpfigem Schnee sehr anstrengend werden kann. Der Herbst ist die beste Zeit. Es findet sich im Kessel meist noch Thermik, die nutzbar ist. Auf der Tour wird man selten einen weiteren Flieger begegnen.

7.32.3 Karten

  • Kompass Karte 3, Allgäuer Alpen, Kleinwalsertal 1:50 000.
  • Kompass Karte 24, Lechtaler Alpen, Hornbachkette 1:50 000.
  • DAV Alpenvereinskarte 2/2 Allgäuer-Lechtaler Alpen Ost, Wanderkarte 1:25 000.

7.32.4 Hilfreiches und Familie

7.32.5 Bilder

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7.33 Hintere Steinkarspitze - Entwurf (2215 m)

Die meisten werden die Steinkarspitze eher als Skitourenberg kennen. Ihr rassiger Gipfelhang verspricht einen Skigenuss, vor allem bei sicherem Pulverschnee. Aber auch als Flugberg ist die Steinkarspitze zusammen mit der Knittelkarspitze eine grandiose Hike & Fly Tour.

Schw SR AH HU Zeit AP
T2L2 SO S 1350 865 3 Parkmöglichkeit in Kelmen

7.33.1 Hier geht es entlang

Land/Region/Gemeinde Österreich, Tirol, Lechtaler Alpen
Ausgangspunkt Parkmöglichkeit Kelmen (1350 m): 47°22’12.1”N, 10°41’24.4”E
Startplatz Start unterhalb des Gipfels auf steindurchsetzter Wiese (2215): 47°22’54.6”N, 10°39’44.8”E
Landeplatz Auf Wiese in der Nähe des Parkplatzes (1360 m): 47°22’13.4”N, 10°41’18.0”E
3D-Visualisierung Hintere Steinkarspitze

Österreich, Hintere Steinkarspitze, © OpenTopoMap

Österreich, Hintere Steinkarspitze, © 3D Openstreetmap, World Wind NASA

Anreise Von München über die A95 München-Garmisch, B 23 Richtung Reutte und über Lermoos nach Bichlbach. Am Ende von Bichlbach links nach Berwang. An Rinnen vorbei und rechts in Richtung Kelmen. Unmittelbar bei der Abzweigung nach Kelmen eine Parkmöglichkeit. Wenn dieser voll ist ca. 150 m davor bei einem Gerätehaus.

Aufstieg Zunächst auf der Asphaltstraße in den Ort und auf der alten Straße Richtung Namlos. Weiter auf Steigspuren über die Wiese zum Waldrand und an einem Wasserbehälter vorbei auf einen Forstweg. Hier kurz links bis ein Steig in den Wald führt. Dem Steig zum Kelmer Jöchel 1852 m folgen. Durch das Steinkar in einem Bogen ansteigen bis der Steig unterhalb einer Felswand nach links quert. An einer Gabelung scharf rechts und auf gut ausgetretenem Steig durch die Südostflanke ohne Schwierigkeiten zum Gipfel.

Übergang von der Steinkarspitze zur Knittelkarspitze über den Reuttener Höhenweg.

7.33.2 Für den Flieger

Startplatz Mittelsteile Wiesenstartplätze mit Startrichtung S, SO. Startabbruch möglich. Ideal bei S und SO Wind.

Streckenflug und Soaring Sehr schöner Streckenflug im Herbst über die Lechtaler Berge.

Landeplatz Landemöglichkeiten oberhalb des Parkplatzes auf gemähter Wiese.

Risiken Bei Westwind Leesituation durch den westlich vorgelagerten Gratverlauf.

Beste Zeit Sicherlich ist der Herbst die beste Zeit.

7.33.3 Karten

  • Kompass Karte 4, Füssen, Ausserfern 1:50 000.

7.33.4 Hilfreiches und Familie

Ein weiterer interessanter Startplatz nach SO ist am Gipfel der Knittelkarspitze (2376 m) zu finden.

Der Reuttener Höhenweg startet in Rinnen und führt vom Gipfel des Galtjochs bis zur Knittelkarspitze. Er führt vom Galtjoch zur Vorderen Steinkarspitze (2181 m), weiter über die Hintere Steinkarspitze (2215 m) bis zur Knittelkarspitze (2376 m). Einige Passagen sind ausgesetzt. Gelegentlich Seilsicherungen, Eisenklammern und eine Leiter helfen über die schwierigsten Passagen. Maximaler Schwierigkeitsgrad 2 - der sich auf eine Stelle beschränkt.

Sehr schöne Radrunde durch das Namloser Tal mit 1300 Hm.

7.33.5 Bilder